SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Können der Deutschen Bank die Trump-Kredite zum Problem werden?

30. März 2017 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Können der Deutschen Bank die Trump-Kredite zum Problem werden? Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.„Der neue US-Präsident Donald Trump hat Kredite in erheblicher Höhe bei der Deutschen Bank aufgenommen – eine Konstellation, die für das deutsche Geldhaus nicht unproblematisch ist. Hier sind Interessenkonflikte vorprogrammiert, da die Deutsche Bank zu den größten Gläubigern von Donald Trump gehört und seine Unternehmen ihr gut 300 Millionen US-Dollar schulden“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Enthüllungen rund um Trumps Firmenimperium zusammen. „Besonders heikel ist die Angelegenheit deshalb, weil Trump persönlich für die Rückzahlung der Kredite bürgt. Kann es der Deutschen Bank gelingen, ihre Trump-Kredite zu restrukturieren? Eine Bestandsaufnahme zu diesem so kontroversen wie spannenden Thema findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, mehr als 300 Millionen US-Dollar betragen die Schulden, die Trumps Firmenimperium bei der Deutschen Bank hat. Der amtierende US-Präsident als persönlicher Bürge für Kredite beim größten deutschen Geldhaus? Eine höchst konfliktträchtige Konstellation, die jede Menge Interessenkonflikte heraufbeschwört. Deshalb will die Deutsche Bank nun ihr „Trump-Problem“ loswerden und versucht sich an einer Restrukturierung der Trump-Kredite, zu der bislang aber keine Details an die Medien gedrungen sind.

Um welche Kredite geht es bei den Trump-Deals der Deutschen Bank genau? Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg recherchiert hat, wurden drei Trump-Immobilien mithilfe der Deutschen Bank finanziert. Im Einzelnen handelt es sich dabei um das Golfresort Doral bei Miami, um einen Hotel- und Büroturm in Chicago sowie um das von Trump renovierte Alte Postamt in Washington. Für das Golfresort, in dem Trump früher Schönheitskonkurrenzen und jüngst eine Siegesfeier zur gewonnenen US-Wahl abhielt, liegt die Kreditsumme bei rund 125 Millionen US-Dollar. Der größte Betrag fällt für das alte Washingtoner Postamt an, das Trump vom Staat mietete, um es zu renovieren: 2015 wurde hierfür ein 170-Millionen-US-Dollar-Kredit gewährt. Erst wenige Wochen vor der Wahl, im Oktober 2016, eröffnete dort ein neues „Trump-Hotel“. Abgerundet werden Trumps Immobilienkredite durch die geschätzten 25 bis 50 Millionen US-Dollar, die der heutige US-Präsident in das Chicagoer Hochhaus mit Hotel- und Büronutzung investierte – ein Objekt, das der Deutschen Bank bereits im Zuge der Finanzkrise 2008 erste Probleme bereitete.

Doch diesmal geht es dem deutschen Geldhaus nicht um die Zahlungsmoral seines Schuldners Donald Trump oder die möglichen Kreditrisiken – der Deutschen Bank ist ihre Rolle als Gläubiger des amtierenden US-Präsidenten verständlicherweise unangenehm. Obwohl alle laufenden Darlehen von Donald Trump regelmäßig bedient werden, wie die Deutsche Bank betont, würde sie hier gerne eine Umstrukturierung vornehmen, um sich der heiklen Kredite zu entledigen.

Denn die Trump-Kredite sind alles andere als eine Immobilienfinanzierung wie jede andere: Zwar dienen inzwischen gut ausgelastete Gewerbeimmobilien in Top-Lagen als Sicherheit, doch juristisch ist die Sache heikel: Denn Zins und Tilgung werden von der sogenannten „Trump Organization“ bezahlt, die nach dem Ausscheiden von Donald Trump aus der Geschäftsführung nun von Trumps Söhnen Eric und Donald jr. geführt wird. Persönlich haftend für die Kredite ist jedoch Donald Trump senior, der eigentlich gar nichts mehr mit dem Geschäftlichen zu tun haben soll. Stünde also die Rückzahlung der Kredite auf der Kippe, müsste die Deutsche Bank die persönliche Garantie in Anspruch nehmen und den Besitz des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten pfänden – eine sehr delikate Angelegenheit, die das Institut gerne vermeiden will.

Den Bloomberg-Recherchen zufolge zielt die Deutsche Bank darauf ab, die Grundlagen der Kredite zu professionalisieren und insbesondere die persönliche Garantie aus den Verträgen zu nehmen. Trumps persönliche Haftung soll durch die Immobilien selbst als Sicherheit ersetzt werden. Ein Trump-Anwalt hatte bereits zum Jahresende 2016 bekannt gegeben, dass der Kredit für das Chicagoer Hochhaus entsprechend abgeändert worden sei.

SJB FondsSkyline. Fazit. Können der Deutschen Bank die Trump-Kredite zum Problem werden? Die Deutsche Bank will die zweifelhafte Ehre, zu den größten Gläubigern von US-Präsident Donald Trump zu gehören, verständlicherweise schnell loswerden. Doch was mit der Umstrukturierung des Chicagoer Kredites bereits gelungen ist, ist offenbar für die Objekte in Miami und Washington ins Stocken geraten. Einerseits will die Deutsche Bank Trump nicht zu billig aus seiner Vertragspflicht als persönlich haftender Garantiegeber entlassen, um sich allen Vorwürfen einer Vorteilsgewährung zu entziehen. Zugleich kann sie aber auch kein schlechtes Verhältnis mit der Trump Organization riskieren, wenn sie als Preis für den Verzicht die Kreditzinsen anhebt. Die Trump-Deals bleiben damit für beide Seiten unangenehm und problematisch; um ihre juristische Integrität zu wahren, sollte die Deutsche Bank aber so schnell wie möglich zu einer Lösung kommen.

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