SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Hilft das neue chinesische Konjunkturpaket den Börsen?

11. Juni 2014 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Hilft das neue chinesische Konjunkturpaket den Börsen? „Im Mai hat die chinesische Regierung ihre Staatsausgaben kräftig gesteigert. Um rund ein Viertel legten die Investitionen in den Bereichen Wohnungsbau und Infrastruktur zu“, SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen im dem Reich der Mitte zusammen. Chinas Börsen reagierten freundlich und konnten sich trotz gemischter Wachstumszahlen weiter festigen. Kann das chinesische Konjunkturpaket den dortigen Börsen dauerhafte Aufwärtsimpule verleihen? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die globale Nachfrage nach Gütern konnte sich zuletzt weiter verbessern, weshalb Exportweltmeister China seine Exporte im Mai erneut gesteigert hat. Chinas Ausfuhren legten um 7,0 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahresmonat zu – ein kräftiges Plus, das manche Marktteilnehmer überraschte. Doch weniger gut als auf der Exportseite sieht es für den Importsektor im Reich der Mitte aus: Die Importe schwächelten und gingen um 1,6 Prozent zurück, nachdem im April noch ein Plus von 0,8 Prozent erzielt worden war. Marktbeobachter sehen hierin ein klares Zeichen für einen Rückgang der Binnennachfrage.

Auch Chinas Regierung hat die Signale erkannt und Konsequenzen aus dem jüngsten Zahlenwerk gezogen: Neue Wachstumsimpulse sind nötig, wenn der Erfolg im Exportsektor weitergehen soll; zugleich muss der Binnenkonsum stabilisiert werden, um den Importbereich zu stützen. Um der sich abzeichnenden Schwäche der heimischen Nachfrage entgegenzuwirken, wurde deshalb eine neue Wachstumsinitiative gestartet, die vorrangig auf den chinesischen Binnenmarkt zielt.

Im Rahmen einer schnellen Konjunkturhilfe steigerte die Volksrepublik China ihre Staatsausgaben um ein Viertel. Allein im Mai stiegen legten die chinesischen Staatsausgaben auf umgerechnet rund 154 Milliarden Euro zu, wobei das Geld überwiegend in den Ausbau der Infrastruktur und in den Wohnungsbau floss. 1,3 Billionen chinesische Yuan wurden im letzten Monat für Investitionen in das Schienennetz sowie in öffentlich geförderte Immobilien bereitgestellt.

Angesichts einer drohenden Konjunkturabkühlung zeigte sich die chinesische Regierung ausgabefreudig und öffnete verstärkt ihre Kassen. Dies wird vor allem daran deutlich, dass der Zuwachs bei den staatlichen Investitionen von Januar bis April mit weniger als zehn Prozent nicht einmal halb so stark wie nun im Mai ausgefallen war. Die Steigerung um 25 Prozent soll das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) weiter ankurbeln, das im ersten Quartal so gering zugelegt hatte wie seit anderthalb Jahren nicht mehr.

Auch Chinas Regionalregierungen wurden von zentraler Stelle angewiesen, ihre Investitionen hochzufahren. Als Konsequenz aus dieser Aufforderung steigerten sie ihre Ausgaben um durchschnittlich fast 27 Prozent – mehr noch als die Zentralregierung selbst. Und was macht die chinesische Zentralbank? Während das Konjunkturpaket der Regierung zügige Auswirkungen auf den Export- wie Importsektor sowie die Wachstumszahlen haben dürfte, hält die People’s Bank of China“ (PBoC) vorerst ihre Füße still und lässt die Grundzüge ihrer Geldpolitik und damit die wichtigsten Zinssätze unverändert. Eine gute Entscheidung, denn so kann die PBoC immer noch reagieren, wenn die konjunkturellen Impulse für die Wirtschaft im chinesischen Riesenreich zu schnell verpuffen sollten. Eine kleine Hilfestellung hatte die Zentralbank dennoch parat: Erst zu Wochenbeginn senkte sie ihre Reserveanforderungen für Geschäftsbanken zum zweiten Mal in diesem Jahr. Damit müssen Chinas Banken weniger Geld als Sicherheit bei der Zentralbank vorhalten und können so vermehrt Kredite für die Wirtschaft bewilligen. Besonders profitieren dürften hiervon Banken, die Darlehen für den Agrarsektor sowie an kleine und mittelständische Firmen vergeben.

SJB FondsSkyline. Fazit. Hilft das neue chinesische Konjunkturpaket den Börsen? Chinas Regierung macht ihre Sache derzeit gut. Mit der reichlich vorhandenen Liquidität setzt sie Wachstumsimpulse, die besonders den schwächelnden Binnenmarkt unterstützen. Umgekehrt hält sie ihr Pulver in der Geldpolitik noch trocken, um bei Bedarf mit Zinssenkungen reagieren zu können. Mit der offiziellen Unterstützung sollte es der Wirtschaft in der Volksrepublik gelingen, ihre offizielle Zielmarke von 7,5 Prozent beim BIP-Wachstum für das Gesamtjahr zu erreichen. Das konjunkturelle Stimuluspaket mit Investitionen in die Eisenbahn und den sozialen Wohnungsbau setzt am richtigen Punkt an und hilft damit auch den chinesischen Aktienmärkten, die nach einer bald dreijährigen Stagnationsphase wieder Morgenluft schnuppern. Gerade erst hat der Hang Seng Index die 200-Tage-Linie überschritten und ist in den langfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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