Gerd Bennewirtz-Wissen-Sparer-Lebenversicherungen-Fonds: Was lohnt sich mehr, Lebensversicherungen oder Fonds?

11. Februar 2012 von um 11:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Wissen-Sparer-Lebensversicherungen-Fonds: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Aktienfonds steht: Was lohnt sich mehr, Lebensversicherungen oder Fonds? Lebensversicherungen sind längst keine lohnende Altersvorsorge mehr. „Viele Angebote gleichen nicht einmal mehr die Inflation aus“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Die Versicherten weichen auf Anleihen aus, und kommen vom Regen in die Traufe. Die bessere Alternative für die langfristige Altersvorsorge ist ein unabhängiges Depot ausgewählter Fonds.“

Liebe FondsBlogger, die deutschen Versicherungen schreiben ihren Versicherten 2012 so wenig gut wie noch nie. Die laufende Verzinsung der am weitesten verbreiteten privaten Rentenversicherung sank im Branchenschnitt von 4,07 auf 3,91 Prozent, so die Ratingagentur Assekurata. Die laufende Verzinsung hat somit erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte den Wert von 4,0 Prozent unterschritten. In den 90-er Jahren war diese Schwelle noch als jährliche Garantie in den Verträgen festgeschrieben war. Dieser Zinssatz wird den Versicherten auf den Sparanteil ihrer Police angerechnet – also auf den Betrag, der nach Abzug aller Kosten in die Kapitalbildung einfließt.

Für die Neukunden unter den Sparern sind die Policen deutlich weniger attraktiv: Weil der Rechnungszins vom Bundesfinanzministerium um 0,5 Punkte auf 1,75 Prozent gesenkt wurde, fällt die zugesicherte Beitragsrendite einer privaten Rentenversicherung mit 25 Jahren Laufzeit auf 0,92 Prozent. Da die Versicherer aber zusätzlich zu der garantierten Leistung eine Überschussbeteiligung erhalten und am Ende der Laufzeit einen Schlussüberschuss ist die tatsächliche Rendite auf die Beiträge höher. 2011 betrug sie durchschnittlich 3,66 Prozent Rendite auf den gezahlten Sparanteil.

Grund für die starken Rückgänge ist laut SJB Research die Lage am Kapitalmarkt. „Es besteht ein Anlagenotstand. Es wird immer schwerer, eine auskömmliche Rendite zu adäquatem Risiko zu erzielen“, so Assekurata. Die 3,66 Prozent sind das Ergebnis einer Ausnahmesituation:  Wegen niedrigen Zinsen an den Rentenmärkten stiegen die Kurse der Wertpapiere im Portfolio der Versicherer, weshalb sie 2010 überdurchschnittlich hohe Bewertungsreserven auswiesen. 2011 dagegen waren diese Reserven geringer, weil die Risikoprämien vieler Papiere stiegen. So sank die Gesamtverzinsung, die alle Zinskomponenten beinhaltet, 2011 heftig von 5,03 auf 4,75 Prozent des Sparanteils.

Dies betrifft die rund 78 Millionen deutschen Lebensversicherungen, die nach dem Modell einer klassischen Police konstruiert sind. Bei den etwa 13 Millionen fondsgebundenen Policen (Fonds-Policen) dagegen hängt der Anlageerfolg vom Fonds ab, den der Versicherte aus einem begrenzten Sortiment auswählt. Für die Versicherungen hat das gesunkene Zinsniveau ernste Folgen. Sie müssen Geld aus ihrem Sicherheitspuffer nachreservieren, um sicherzustellen, dass sie die Verträge mit vierprozentiger Garantie aus der Vergangenheit erfüllen können. Diese Lebensversicherungen machen rund 25 Prozent des gesamten Bestands an Policen in Deutschland aus. Wenn ein Referenzzinssatz, der sich aus dem Mittel europäischer Staatsanleihen mit der höchsten Bonität der vergangenen zehn Jahre errechnet, unter 4 Prozent sinkt, zwingt das Finanzministerium die Unternehmen nachzureservieren. Das erforderliche Volumen von 1,5 Milliarden Euro entspricht rund 10 Prozent der Unternehmensgewinne 2010.

Jedem Sparer wird klar, dass auch Lebensversicherungen von den Kapitalmärkten abhängig sind. Ein Großteil der Versichertengelder ist in Anleihen investiert. Kommt es zu Ausfällen, sind die Garantiezusagen an die Sparer akut gefährdet. Es ist nicht schwer vorauszusehen, dass einige Versicherungen ihre eigenen Versprechen nicht werden halten können. Ein wesentlicher Grund, die Banken staatlich zu stützen, war die Notwendigkeit, den Lebensversicherungen ihren Stabilitätsanspruch zu erhalten.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Auf den drohenden Ausfall von Schuldnern und Anleihen sind die Lebensversicherungen in keiner Weise eingestellt. Viele Sparer dachten, die Lebensversicherungen lebten in einer Art Paralleluniversum, weil sie völlig aus der Presse herausgehalten werden. Doch das hat politische Gründe: Die Sparer verhalten sich äußerst risikoscheu, zumindest denken sie das. Mehr als 28 Prozent des 4,93 Billionen schweren Geldvermögens in Deutschland sind in Lebensversicherungen investiert, und nur 5 Prozent in Aktien und 12 Prozent in Fonds. Die SJB antwortet darauf antizyklisch: Lebensversicherungen sind genauso von den allgemeinen Gefahren der Märkte (niedrige Zinsen, Inflation, Staatsbankrott, Emittentenausfall, Anleihenausfall etc.) betroffen wie jeder andere Sparer, Bankanleger oder FondsInvestor auch. Der Unterschied zu Fonds: Investmentfonds sind Sondervermögen, Lebensversicherungen Sparverträge. Fonds bieten gesetzlichen Insolvenzschutz, Lebensversicherungen nicht. Das ist der Unterschied. Oder um es mit Dr. Christoph Bruns, FondsManager des internationalen Aktienfonds Loys Global (WKN 926229, ISIN LU0107944042) zu sagen: „Bedenkt man die geringe Attraktivität alternativer Kapitalanlageformen, so spricht manches für eine strukturelle Renaissance der Aktienanlage als Kernbestandteil sinnvollen langfristigen Vermögensaufbaus.“ Ein Satz, den auch Stuart Rhodes vom M&G Global Dividend Fund (WKN A0Q349, ISIN GB00B39R2S49), sicher unterschreibt.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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