Gerd Bennewirtz-Wissen-Serie-Hybridprodukt-Versicherung: Was sind Fonds? Heute FondsPolicen.

22. Dezember 2011 von um 19:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Wissen-Serie-FondsPolicen: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Was sind Fonds? Heute FondsPolicen. FondsPolicen sind in Deutschland seit 1971 auf dem Markt. Ziel war es, so die Nürnberger Versicherung damals, „Kunden die Chance zu eröffnen durch Kursgewinne auf den Kapitalmärkten überdurchschnittliche Erträge zu erzielen.“ Dass dies im Mantel einer klassischen Versicherung geschah, hielt man für selbstverständlich“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Heute haben Unternehmer und Führungskräfte bei der Kapitalanlage die freie Auswahl: Zwischen Risikoversicherungen einerseits und Ertragsfonds andererseits.“

Liebe FondsBlogger, FondsPolicen sind fondsgebundene Versicherungen. Sie unterscheiden sich von konventionellen Lebensversicherungen dadurch, dass die Höhe der Kapitalanlage direkt von der Wertentwicklung eines FondsDepot abhängt, das in einem separaten Anlagestock aufbewahrt wird. Eine der Höhe nach garantierte Leistung gibt es bei FondsPolicen in der Regel nicht, der Verlust des gesamten Kapitals ist also versicherungsseitig nicht ausgeschlossen. Üblich sind Verträge, bei denen der Versicherungsnehmer einen oder mehrere Investmentfonds selbst wählen kann. Auf diese Weise werden zwei Zwecke in einem Produkt kombiniert, die sehr unterschiedlich sind.

Der Versicherungsanteil soll „biometrische“ Risiken der Unternehmer und Führungskräfte wie Berufsunfähigkeit oder Tod wirtschaftlich absichern. Die Zielsumme wird in reinen Versicherungsprodukten garantiert. Darum werden die Beiträge und die Zinsen sehr konservativ festgelegt. Basis sind zum Beispiel die Sterbetafeln, der Rechnungszins und die kalkulatorisch angesetzten Kosten. Der Investmentanteil dient der langfristigen Kapitalanlage. Ziel ist es, die vorhandenen Schwankungen der in Deutschland zugelassenen oder „Frankfurter Fonds“ zu nutzen und in überdurchschnittliche Renditen umzuwandeln. Garantien werden für dieses FondsDepot nicht ausgesprochen. Der Konflikt ist vorprogrammiert: Der volatile Investmentanteil erschwert Garantien, der statische Versicherungsanteil eine lukrative Rendite.

Dieser Konstruktionsfehler der FondsPolicen zieht sich durch und prägt zum Beispiel auch die Kosten. Diese schwanken enorm. Je nach Laufzeit des Vertrags und Kalkulation der Versicherung fallen für den Vertrieb zwischen 3 und 22 Prozent der Beiträge an, so Stiftung Warentest. Der Grund ist, dass die gesamten Abschluss- und Vertriebskosten für das FondsDepot mit den ersten gezahlten Beiträgen verrechnet werden (Zillmerung). Unternehmer und Führungskräfte haben dadurch zwei Nachteile: Erst nach Monaten oder sogar Jahren fließt tatsächlich Geld in die Frankfurter Fonds zur Kapitalanlage. Und der Vertrag ist praktisch nicht liquidierbar. Denn der Rückkaufwert, den Unternehmer und Führungskräfte bei Kündigung erhalten, liegt in ersten Jahren normalerweise weit unterhalb des Betrags, den er bereits eingezahlt hat. Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, muss der Kunde die Raten seiner Abschlussprovision für eine FondsPolice auch dann zahlen, wenn er die Versicherung vorzeitig gekündigt hat (Az. III ZR 251/04).Umfasst der Vertrag – wie bei der staatlich geförderten Altersvorsorge in Form der Rürup- oder Riester-Rente – eine Rentenversicherung, muss die Versicherung seit Oktober 2009 bei Vertragsbeginn einen verbindlichen Rentenfaktor angeben. Dieser legt fest, wie sich später die Rente aus der Kapitalanlage errechnet. Setzen Lebensversicherer die Anforderungen in einer FondsPolice nicht um, sollen die Steuervorteile entfallen, die in der geringen Besteuerung der späteren Rente bestehen oder in der nur hälftigen Besteuerung bei Einmalauszahlung, die für viele Verträge gilt. Seit 2010 müssen die Versicherungen die Zinsen für die spätere Rentenberechnung und die Sterbetafel, aus der sie die durchschnittliche Lebenserwartung ableiten, festlegen. Verträge ohne die beiden Mindestgarantien müssen nachbessert werden.

Werden die hohen Kosten durch Steuervorteile ausgeglichen? Für Steuerprivilegien bei fondsgebundenen Rentenversicherungen gelten seit Oktober 2005 zwei Voraussetzungen: Der Vertrag läuft mindestens 12 Jahre und endet erst nach dem 60. (ab 2012 nach dem 62.) Lebensjahr. Werden sie nicht eingehalten, wird der Kapitalertrag komplett, andernfalls nur zur Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Ein Investor mit dem Spitzensteuersatz zahlt in diesem Fall 45 Prozent Steuern auf 50 Prozent der Erträge oder – anders formuliert – 22,5 Prozent auf den Gesamtertrag. Die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent greift hier nicht.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Die FondsPolice hat deswegen gegenüber einem herkömmlichen FondsSparplan zwar einen Steuervorteil von 2,5 Prozent. Doch laut Sachverständigem zehren Provisionen und Gebühren bei mehr als 90 Prozent der FondsPolicen die Steuerersparnis wieder auf. Flexibler und unabhängiger sind Unternehmer und Führungskräfte mit einer separaten Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung und einem individuell zusammengestellten FondsDepot aus unabhängigen Frankfurter Fonds. Für das FondsDepot empfehlen sich langfristig ausgerichtete internationale Investmentfonds, die als Sondervermögen umfassenden Insolvenzschutz bieten. Beispiele: Der Rentenfonds Carmignac Sécurité (WKN A0DP51, ISIN FR0010149120) und der Aktienfonds Loys Global (WKN 926229, ISIN LU0107944042).

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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