Gerd Bennewirtz-Wissen-Investoren-High Yield: Moody’s wertet ab – High Yield unter Druck?

31. Januar 2012 von um 20:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Wissen-Investoren-High Yield: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit High Yield steht: Moody’s wertet ab – High Yield unter Druck? „Hochzinsanleihen (High Yield) werden für Investoren immer dann attraktiv, wenn Staatsanleihen zu wenig Rendite abwerfen, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „In Zukunft wird das Segment wachsen. Moody’s kündigt an, dass europäische Unternehmen im High Yield-Segment auch 2012 von negativen Ratingaktionen betroffen sein werden. Für Fonds und Investoren erweitert sich dadurch das Spektrum für ein Investment.“

Liebe FondsBlogger, die im High-Yield-Segment angesiedelten Unternehmen des Nichtfinanzsektors dürften 2012 im gesamten EMEA-Raum (Europe, Middle East, Africa) von einer deutlichen Zunahme negativer Ratingaktionen durch Moody’s betroffen sein. Hintergrund nach Fonds Analyse ist der anhaltend schwache makroökonomische Trend in Europa. Zu dieser Einschätzung gelangt die Ratingagentur Moody’s in einem Marktkommentar mit dem Titel „EMEA High Yield Non-Financial Corporates: Review and Outlook”. Der Vorteil für Investoren: Trotz rückläufiger Fundamentaldaten bei der Unternehmensbonität rechnet High Yield in seinem Basisszenario nicht mit einem dramatischen Anstieg der Ausfallrate für 2012.

Die Erwartungen zur Ausfallrate, die Moody’s in seiner Analyse gegenüber Investoren äußert, sind geprägt durch die verbesserten Liquiditäts- und Tilgungs-Profile der gerateten Unternehmen. Grund sind die bereits erfolgten Refinanzierungsaktivitäten. Am Markt für ungeratete High Yield dürfte die Ausfallrate nach Einschätzung von Moody’s rascher ansteigen. Investoren, die sich hinsichtlich der Profile ihrer Fonds nicht sicher sind, sollten in der SJB Fonds Analyse klären lassen, ob die High Yield geratet sind oder nicht.

Für 2012 geht Moody’s nicht davon aus, dass die Ausfallrate deutlich höher als 2011 liegen wird. „Parallel zu den rückläufigen Fundamentaldaten und einer potenziellen Verschlechterung der gegenwärtig soliden Liquiditäts-Profile der Unternehmen rechnen wir allerdings mit weiteren negativen Ratingaktionen“, so Tanya Savkin, die Autorin des Berichts. „Dies hat sich bereits an dem höheren Verhältnis von Herab- zu Heraufstufungen im 4. Quartal 2011 gezeigt.“ Nach Einschätzung von Moody’s werden die Banken bei der Kreditvergabe zunehmend selektiver vorgehen. Aufgrund der steigenden Hindernisse für eine Reinvestition bei forderungsbesicherten Wertpapieren (Collateralized Loan Obligation, CLO) werden die im High Yield-Segment angesiedelten Unternehmen versuchen, sich zur Refinanzierung ihrer Bankverbindlichkeiten an den Fremdkapitalmärkten zu engagieren. Für Investoren können dadurch die Preise steigen.

2012 wird nach Einschätzung von Moody’s dennoch ein Käufermarkt. Angesichts der geringeren Finanzierungsoptionen, die den Unternehmen zur Verfügung stehen, dürften Neuemissionen von High Yield für Investoren eher freundliche Konditionen aufweisen, wie z. B. attraktivere Kurse und konservative Strukturen. Den größten Refinanzierungsbedarf werden 2012 die mit Ba1 oder schlechter gerateten Emittenten haben. Sie dürften sich ihren Zugang zu den Kapitalmärkten in der Regel zwar bewahren. Das hat allerdings seinen Preis. Der Marktzugang ist eventuell nur zu bestimmten Zeitfenstern möglich, wobei niedriger eingestufte Unternehmen größere Schwierigkeiten haben werden als im ersten Halbjahr 2011. Sollte die europäische Staatsschuldenkrise nicht rasch und nachhaltig gelöst werden, rechnet Moody’s damit, dass das Emissionsvolumen im europäischen High Yield-Segment hinter den jüngsten Rekordwerten zurückbleiben wird.

Der Ausblick für den europäischen High Yield-Markt 2012 gibt die Position wieder, die auch in Moody’s’ jüngster Bestandsaufnahme der globalen makroökonomischen Risiken von November 2011 zum Ausdruck kommt. Wesentliche Abweichungen hiervon, wie etwa infolge eines Negativereignisses („Credit Event“) bei einer Staatsregierung oder infolge weiterer Ölpreis-Schocks, könnten zu gänzlich anderen Ergebnissen führen, einschließlich einer deutlich höheren Ausfallrate.

Der europäische High Yield-Markt entwickelte sich im ersten und im zweiten Halbjahr 2011 sehr unterschiedlich. In der ersten Jahreshälfte 2011 war eine steigende Risikobereitschaft der High Yield Investoren im EMEA-Raum zu verzeichnen. Die überaus rege Emissionstätigkeit mit einem Gesamtvolumen von rund 70 Milliarden US-Dollar übertraf noch das Rekordniveau von 2010 mit Neuemissionen im Wert von 65 Milliarden US-Dollar. In der zweiten Jahreshälfte überwogen unter den Investoren und Fonds die Sorgen über die Staaten Europas. Der Primärmarkt für High Yield kam praktisch vollständig zum Erliegen.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Staats- und Unternehmensanleihen hoher Qualität werden von Moody’s und anderen Agenturen mit dem so genannten Investment Grade bewertet. Hochzinsanleihen sind mit einem Non-Investment Grade  bewertet. Das Ausfallrisiko des Emittenten ist also höher. Dafür erhalten die Investoren im High Yield-Segment eine Risikoprämie, die beträchtlich sein kann. Aktuell sind die Renditeabstände von High Yield wegen fallender Renditen im Bereich US-Staatsanleihen relativ hoch. Das liegt daran, dass die Märkte ein Ausfallniveau bzw. eine Risikoprämie von 7,1 Prozent eingepreist. Tatsächlich liegt es aktuell unter 2,0 Prozent. Die SJB sieht darum für Investoren antizyklische Einstiegschancen. Zwei Fonds haben sich in der SJB Fonds Analyse im Bereich High Yield hervorgetan: Der Jyske Invest Emerging Local Market Bond Fund (WKN A0NCYL, ISIN DK0060009751)und der State Street Advantage Funds – Emerging Markets High Value(WKN 972996, ISIN LU0047906267)

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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