Gerd Bennewirtz-Wissen-Anleger-Fonds-Japanfonds: Sind Japanfonds antizyklisch?

18. Februar 2012 von um 11:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Wissen-Anleger-Fonds-Japanfonds: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Japanfonds steht: Sind Japanfonds antizyklisch? „Um Japan und Japanfonds zu verstehen, kauft man sich am besten ein Manga“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Die Erwachsenencomics haben im japanischen Verlagswesen einen Anteil von knapp 40 Prozent. Der jährliche Umsatz beträgt rund 3,6 Milliarden US-Dollar. Manga bedeutet zwangloses, ungezügeltes Bild. Und das trifft es.“

Liebe FondsBlogger, was wissen wir über Japan und Japanfonds? Wir wissen, dass im März 2011 ein Erdbeben der Stärke 9 einen Tsunami auslöste, der das Kernkraftwert Fuksuhima zerstörte. Japanfonds verkaufen schien das Gebot der Stunde, Japanfonds kaufen kam niemandem in den Sinn. Doch wer als Anleger daran denkt, für die Zukunft Fonds zu kaufen, sollte die Vorteile von Japanfonds kennen. Diese Vorteile sind identisch mit denen Japans: Japanfonds erfinden sich mit aller Konsequenz regelmäßig neu. Zur Industrienation wurde Japan durch eine enge Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft, eine hohe Arbeitmoral, eine Faible für Hochtechnologie und vergleichsweise geringe Militärkosten, die nur 0,8 Prozent des Wirtschaftswachstums ausmachen (China 4,3 Prozent, USA 4,1 Prozent). Aus Handwerk, Zulieferern und Handel entwickelten sich Industriekonglomerate, die durch Überkreuzbeteiligungen miteinander verwoben waren. Japanfonds waren drei Jahrzehnte eine spektakuläre Geldanlage. In den 1960-ern erzielte Japan im Durchschnitt 10 Prozent Wachstum pro Jahr, in den 1970-ern fünf Prozent und in den 1980-ern vier Prozent, in den 1990-ern nur noch 1,7 Prozent. Für Japanfonds folgte das „verlorene Jahrzehnt“.

Was ist Japan und den Japanfonds geschehen? Zwischen 1985 und 1987 wertete der Yen gegenüber dem US-Dollar um 100 Prozent auf. Die Japaner, internationale Anleger und Japanfonds kauften alles, was in Yen darstellbar war – Währung, Aktien, Immobilien. Auf dem Höhepunkt der „Bubble Economy“ war der Park des Kaiserpalastes so viel wert wie ganz Kalifornien. Die japanischen Unternehmen gingen in den USA auf Einkaufstour, die Japanfonds sahen es mit Freude. Die gestiegenen Arbeitskosten glichen sie durch Outsourcing nach Südostasien aus. 1990 platzten erst die Kredite, dann die Überbewertungen. Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 30x und mehr waren aufgrund der Überkreuzbeteiligungen keine Seltenheit und störten weder Japanfonds noch Anleger. Doch dann verloren die Immobilien 75 Prozent an Wert, der Aktienmarkt implodierte, Banken und Versicherungen waren insolvent. Es folgte eine Dekade  des Preisverfalls und der Stagnation.

Japan riss sich zusammen. 2005 konnten die Japanfonds nach Bilanzreformen Aktien und Immobilien endlich zu nachvollziehbaren Marktpreisen bewerten. Im Bankensektor fiel der Anteil der faulen Kredite auf drei Prozent. Die Zahl der Überkreuzbeteiligungen fiel unter 25 Prozent. Auf Grundlage der neuen, gesäuberten Bilanzen bewegt sich das KGV japanischer Aktien mit 15 x nicht länger in luftigen Höhen, sondern in etwa auf dem Niveau des US-Marktes. Das hatte es Japan seit Menschengedenken noch nicht gegeben. Innovationen in der Hochtechnologie kurbelten die weltweite Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen an. Beispiel digitale Spiegelreflexkameras. Im Jahr 2006 hat Japan 3,8 Millionen Einheiten ausgeliefert, für 2007 werden 5,3 Millionen erwartet, eine Steigerung um 40 Prozent.

2008 wurden Japan und Japanfonds von der weltweiten Finanzkrise und dem Nachfrageeinbrüchen hart getroffen. Obwohl die Regierung Geld in die Nachfrage pumpte, um die Wirtschaft zu stimulieren, schlitterte Japan erneut in die Rezession – und mit ihm die Japanfonds und die Kapitalanlagen, die sie im Portfolio hatten. Kaum hatten sich 2011 die Konjunktur und der wichtige Binnenhandel erholt, bebte die Erde und löste Tsunami und Fukushima aus. Schätzungen bezüglich der direkten Kosten für den Wiederaufbau von Wohn- und Gewerbegebäuden sowie Infrastruktur schwanken zwischen 235 Milliarden und 310 Milliarden US-Dollar. Die Wirtschaftsleistung (BIP) ging 2011 um ein Prozent zurück. Und wieder erfinden sich Japan und Japanfonds neu: Durch Freihandelsvereinbarungen in der US-dominierten Trans-Pacific Partnership. Dadurch wird der europäische Markt nicht verschlossen und zusätzlich der asiatisch-pazifische Markt weit geöffnet.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Das Sortiment der volkswirtschaftlichen Daten zeigt, dass Japan nicht vor einer neuen Rezession steht. Das zeigt die Anlayse der Zusammensetzung der wirtschaftlichen Aktivität im vierten Quartal. Die wichtigsten inländischen Nachfragekomponenten konnten im Vergleich zum Vorquartal Anstiege verzeichnen. Entgegen pessimistischer Erwartungen sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte gegenüber dem Vorquartal angestiegen. Stärker als von Japanfonds erwartet entwickelten sich auch die Anlageinvestitionen. Eine positive Überraschung stellten die gewerblichen Investitionen dar. Diese stiegen im Vergleich zum Vorquartal um knapp 2 Prozent an, Das ist der zweitstärkste Zuwachs seit Beginn des globalen Aufschwungs Anfang 2009. Bleiben 2012 weitere Naturkatastrophen aus, dann könnte Japan ein Wirtschaftswachstum von rund 2 Prozent erreichen. Nach dem verlorenen Jahr 2011 ist das für Japan und Japanfonds eine große antizyklische Chance. Die Fonds zur Chance sind der der Stockpicker-Fonds Fidelity Japan Advantage (WKN A0CA6W, ISIN LU0161332480), aufgelegt von der FIL (Luxemburg) S.A. in Luxemburg, sowie der Technologieexperte Invesco Japanese Equity Core (WKN 749777, ISIN IE0030382570), aufgelegt von der Invesco Global Asset Management Limited, in Dublin.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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