Gerd Bennewirtz-Investoren-Markt-Frage: Welche Auswirkungen hat Putins Präsidentschaftskandidatur auf Russlandfonds?

26. September 2011 von um 22:32 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Kaufen-Putin-Russlandfonds: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welche Auswirkungen hat Putins Präsidentschaftskandidatur auf Russlandfonds? Seit dem Wochenende ist klar, dass Wladimir Putin bei den russischen Präsidentschaftswahlen 2012 antreten wird. Der aktuelle Präsident Medwedjew selbst hat ihn vorgeschlagen. Damit wird Putin Spitzenkandidat der Regierungspartei „Einiges Russland“ und aller Wahrscheinlichkeit nach erneut Präsident. Die Börsen reagierten wenig erfreut, Russlandfonds verzeichneten Abgaben. Wie kommt es dazu? SJB FondsSkyline FondsVerwalter Gerd Bennewirtz aus Korschenbroich analysiert die Lage im russischen Riesenreich und seiner Wirtschaft und sagt, warum Putins Kandidatur keine gute Nachricht für Anleger in Russlandfonds sein muss.

Nachdem Putin offiziell als Präsidentschaftskandidat von Medwedjew vorgeschlagen wurde, gibt es nun kaum Zweifel daran, dass die russischen Wähler ihn im März 2012 auch erneut zum Präsidenten wählen werden. Für die Entwicklung der russischen Wirtschaft ist dies ein eher schlechtes Zeichen. Denn während Medwedjew im Westen als Garant dafür galt, dass Russland auf dem Weg zur Modernisierung sei und eine Öffnungspolitik betreibe, ist dies mit Putins Kandidatur wieder fraglicher geworden. Medwedjew stand dafür ein, die Wirtschaft zu privatisieren und liberalisieren, unter Putin ist mit einem erneuten Aufstocken der Militärausgaben zu rechnen. Dies wiederum dürfte den russischen Staatshaushalt sowie die gesamte Wirtschaft stark belasten, zumal in einer zusehends schwierigen globalen Konjunkturlage. Unter Putin sollte das Land wieder verstärkt von seinen Öl- und Gasexporten abhängig werden, meinen Ökonomen. Nicht gut für Russlandfonds und die Wirtschaft insgesamt.

Zudem weckt der Umstand, dass ausgerechnet Amtsinhaber Medwedjew Putin als seinen Nachfolger vorschlägt, Zweifel an der zunehmenden Demokratisierung Russlands. Beobachter sehen hierin eine Bankrotterklärung für den vermeintlich liberalen Präsidenten und ziehen dessen Modernisierungspolitik in Zweifel. Denn Medwedjew forderte mehr Wettbewerb, trieb die Dezentralisierung und Entstaatlichung voran. Von Putin hingegen ist bekannt, dass er Politik und Wirtschaft von oben herab steuern will und kaum etwas dem Zufall überlässt. Die gerade begonnene Modernisierung und Liberalisierung in Russland, die sich auch auf die Wirtschaftspolitik auswirkte, könnte also ins Stocken geraten.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Eine neue Amtszeit von Putin als russischer Präsident steht nicht gerade für Reformfreudigkeit oder Modernisierung in Russlands Wirtschaft. Dies ist auch der Grund, warum Investoren negativ auf die Meldung reagiert haben. Von Putin ist bekannt, dass er stark auf die Öl- und Gasexportindustrie setzt und diese als tragende Säule von Russlands Wirtschaft betrachtet. Damit sind vom Investor im Zweifelsfalle die Russlandfonds vorzuziehen, die mit einem besonders hohen Anteil von Rohstofftiteln ausgestattet sind. Ein Russlandfonds wie der HSBC Russia Equity (WKN: A0M9CK, ISIN: LU0329931090), welcher auf konkreter Unternehmensanalyse beruhend eine Einzeltitelauswahl von Aktien russischer „Blue Chips“ mit Schwerpunkt Rohstoffmarkt erwirbt, erscheint in diesem Kontext aussichtsreich. Telekom- und Konsumtitel sind hier nur gering gewichtet, anders als im DWS Russia Fund (WKN: 939855, ISIN: LU0146864797), der auf die steigende Binnennachfrage in Russland setzt. Für dessen FondsManager Odeniyaz Dzhaparov dürfte es nach dem kommenden Wahlsieg von Putin schwieriger werden. Ein guter Russlandfonds für Sparer, Anleger und Investoren ist er trotzdem.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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