Gerd Bennewirtz-Investor-Markt-Frage: Wie aussichtsreich sind Investitionen in der Ukraine?

23. April 2013 von um 15:00 Uhr
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Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Ukraine-Ukrainefonds: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Aktienfonds steht: Wie aussichtsreich sind Investitionen in der Ukraine? Mit dem Aktienmarkt der Ukraine ging es im vergangenen Jahr heftig bergab. Von allen Aktienmärkten, zu denen ein MSCI Länderindex existiert, verzeichnete er die heftigsten Kurseinbußen und verlor ziemlich genau 50 Prozent. Dies macht die Ukraine für die SJB, die sich der Investitionsstrategie der Antizyklik verschrieben hat, zum antizyklischen Markt des Jahres 2013. Ist bereits eine Wende zum Besseren absehbar, wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation des Landes? SJB FondsSkyline Geschäftsführer und FondsVerwalter Gerd Bennewirtz aus Korschenbroich gibt Antworten auf diese Fragen und sagt, mit welchen Produkten Anleger von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in der Ukraine profitieren können.

Die Ukraine war 2012 in der Kategorie Rendite der schlechteste Markt der Welt. Der MSCI Ukraine verlor im vergangenen Jahr auf Eurobasis -49,98 Prozent, während der MSCI World im gleichen Zeitraum 14,05 Prozent an Wert zulegte. Zum Jahresende 2012 notierte der MSCI Ukraine bei 101,03 Punkten, am 31. Mai 2007 erreichte er seinen historischen Höchststand von 868,17 Punkten auf Eurobasis. Damit liegt das Aufwärtspotenzial des ukrainischen Aktienindex zu seinem Allzeithoch per 31. Dezember 2012 bei 759,32 Prozent. FondsInvestoren müssen wissen: Die Ukraine ist eine relativ gering diversifizierte Volkswirtschaft, die umfangreicher Reformen bedarf. Nach soliden Wachstumsraten bis zum Jahre 2008 geriet die Transformation der Wirtschaft zuletzt wieder ins Stocken. Von dem scharfen Rücksetzer im Umfeld der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 hat sich das Land immer noch nicht vollständig erholt. Wegen der fehlenden innenpolitischen Stabilität wurden wichtige Reformen zuletzt nicht mehr durchgeführt. Dabei sind Projekte wie eine Agrarreform, Rentenreform, Justizreform und eine umfassende Verwaltungsreform von großer Wichtigkeit, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wieder herzustellen. Ein ursprünglich verabschiedetes Reformprogramm für die Jahre 2010 bis 2014, das eine nachhaltige Verbesserung des Investitionsklimas mit sich bringen sollte, ist nur sehr fragmentarisch umgesetzt worden.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Ukraine sind die metallurgische und chemische Industrie, die Landwirtschaft sowie der Maschinenbau. Dabei ist der Osten des Landes das industrielle Zentrum, während der Westen eher ländlich geprägt ist. Die ukrainische Industrie leidet unter ihrer geringen Wettbewerbsfähigkeit aufgrund veralteter Anlagen und dem hohen Energieverbrauch. Zugleich ist die Ukraine in hohem Maße von Energieimporten, vor allem aus Russland abhängig.

Positiv für die Ukraine sind der mit rund 46 Millionen Einwohnern relativ große Binnenmarkt sowie die Tatsache, dass das Land einige hoch entwickelte Nischensektoren wie den Flugzeug- und Raketenbau besitzt. Neben der zentralen geographischen Lage mit der Nähe zu den Absatzmärkten EU und Osteuropa liegen weitere Pluspunkte in den guten natürlichen Voraussetzungen für die Landwirtschaft sowie einem vergleichsweise niedrigen Lohnniveau.

Wie fielen die jüngsten Wachstumszahlen aus? Die Ukraine hat im Jahre 2012 lediglich ein Mini-Wirtschaftswachstum von +0,2 Prozent verzeichnen können – ein Wert, der angesichts der fundamentalen Probleme für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung nicht ausreicht. Der massive Einbruch im Jahre 2009, der vor allem die Exportindustrie (Metallurgie, Maschinenbau, Chemieerzeugnisse und Landwirtschaft) in Mitleidenschaft zog, ist noch nicht überwunden. Entscheidend für die weitere Wirtschaftsentwicklung wird sein, inwieweit die wirtschaftspolitischen Reformen von der Regierung tatsächlich angegangen werden. Eine weitere Herausforderung ist die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. Lediglich die Teuerung sorgt derzeit für keine Probleme: Die Inflationsrate ist von +4,6 Prozent im Jahre 2011 auf -0,2 Prozent 2012 gefallen.

Prinzipiell ist die Ukraine ist eine exportorientierte Volkswirtschaft. Die Ausfuhren machen rund 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Allein 33 Prozent der Exporteinnahmen werden durch den Stahlsektor erzielt. Die wichtigsten Handelspartner der Ukraine sind Russland, Deutschland und China. Seit 2008 ist die Ukraine zudem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Um einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung zu erleben, muss die Ukraine vor allem das Investitionsklima verbessern. Langwierige Genehmigungsverfahren und die verbreitete Rechtsunsicherheit sorgen dafür, dass die ausländischen Direktinvestitionen vergleichsweise niedrig sind und der Leistungsbilanzsaldo negativ bleibt: 2012 betrug er -9,2 Milliarden US-Dollar. Der Schlüssel für neues Wirtschaftswachstum dürfte zudem in der Modernisierung der industriellen Basis des Landes, einer anziehenden Exporttätigkeit sowie der Stärkung des Binnenkonsums liegen. Wie können Investoren und Anleger von einer möglichen Wirtschaftserholung in der Ukraine profitieren? Fonds, die sich am ukrainischen Aktienmarkt bewegen, sind derzeit keine erhältlich, in Osteuropa-Fonds ist die Ukraine zumeist nur mit verschwindend geringem Anteil repräsentiert. So bleibt antizyklischen Anlegern nur ein von der HypoVereinsbank (jetzt UniCredit) emittiertes Zertifikat, das die Kursentwicklung des ukrainischen Aktienindex UTX eins zu eins abbildet. Das UniCredit Bank AG OPEN END Zertifikat mit unlimitierter Laufzeit (WKN HV5S8C, ISIN DE000HV5S8C9) wird aktuell zu Kursen um 2,50 EUR gehandelt. Antizyklische Investoren sollten trotz des optisch günstigen Kurses Vorsicht walten lassen: Seit Jahresbeginn, als das Papier zu 3,00 EUR notierte, sind bereits neue Verluste von rund -17,0 Prozent aufgelaufen.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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