Gerd Bennewirtz-Wissen-Investoren-Globale-Fonds-Währungen: Eignen sich asiatische Währungen für globale Fonds?

26. Februar 2012 von um 12:00 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Wissen-Investoren-Globale-Fonds-Währungen: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit globalen Aktienfonds steht: Eignen sich asiatische Währungen für globale Fonds? „Am Anfang steht immer der gleiche Teufelskreis“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Der Finanzsektor wird liberalisiert, die Kredite fließen, Aktien und Immobilien werden davon gekauft, die Banken freuen sich über solche Sicherheiten und geben noch mehr Kredite. Dann sinken die Kurse und schicken asiatische Währungen mit auf Talfahrt. Banken und Investoren stehen im Hemd da. So ist es 1997 passiert. Und das haben die Asiaten daraus gelernt.“

Liebe FondsBlogger, nach der Asienkrise 1997 waren die asiatischen Anleihenmärkte nahezu verschwunden. Nur 15 Jahre später haben Investoren die freie Wahl: Zwischen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, zwischen Papieren in Lokalwährung und in Fremdwährung. Anleihen in asiatischen Währungen haben mit Stand Ende Dezember ein Volumen von rund 6,5 Billionen US-Dollar. In den letzten fünf Jahren haben asiatische Währungen ihr Volumen verdoppelt.

In der Gewichtung von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen verändert sich das Verhältnis zugunsten der Unternehmensanleihen von 27 Prozent im Jahr 2006 auf 30 Prozent im Jahr 2011. Die asiatischen Länder haben aus der Asienkrise 1997 gelernt und seit Beginn der Finanzkrise 2008 weniger Unternehmenskredite vergeben. Die Refinanzierung der Unternehmen lief darum größtenteils über Unternehmensanleihen. Im zweiten Quartal 2011 erreichten Anleihen für asiatische Währungen gemessen am BIP ein Volumen von 60 Prozent. Zum Vergleich: In den USA und Japan sind es mehr als 200 Prozent. Doch genau hier liegt das antizyklische Potential für asiatische Währungen: Die asiatischen Regierungen und Unternehmen sind an langfristigen Finanzierungen interessiert. Auf der Nachfrageseite haben globale Fonds ein Interesse an Alternativen zu den Industrieländern.

Die Nummer eins der Anleihenmärkte mit asiatischen Währungen ist China mit einem Volumen von 3,3 Billionen US-Dollar, gefolgt von Korea mit 1,27 Billionen US-Dollar. Der Markt für asiatische Währungen in China bietet einheimischen Investoren Schatzwechsel (Bills) und Anleihen mit Laufzeiten von drei Monaten (Bills) bis 50 Jahren (Anleihen). Trotz des großen Anleihenmarktes belaufen sich die chinesischen Staatsschulden nur auf 37 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) – deutlich weniger als die 60 Prozent vom BIP, die für die Euro-Zone vorgesehen sind. Zumindest theoretisch.

Die Angebotsvielfalt mit Bezug auf asiatische Währungen ist enorm, zumindest für inländische Investoren. Nur qualifizierte ausländische institutionelle Investoren (Qualified Foreign Institutional Investors, QFII) haben im Rahmen einer zuvor festgelegten Quote Zugang zum Anleihenmarkt für asiatische Währungen. Alle anderen Investoren können aber Dim-Sum-Anleihen kaufen, die in Renminbi  (RMB) denominiert sind und in Hongkong verkauft werden. Der Offshore-Markt für in Renminbi denominierte Papiere ist vielversprechend, weil die Zentralbank Chinas aktuell die Devisenbestimmungen lockert. Das Wachstum dieses Offshore-Marktes dürfte mit der Zielperspektive einer frei konvertierbaren Währung vorangetrieben werden.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Je reifer die Anleihenmärkte für asiatische Währungen werden, desto größere Chancen zur Kapitalanlage bieten sie Investoren und Fonds. Die Kapitalabflüsse des Jahres 2011 haben den Grund, dass ausländische Investoren instinktiv die Nähe ihrer Heimatländer gesuchte haben (Home Bias). Die abnehmende Risikobereitschaft der Investoren hat dazu geführt, dass die Korrelationen zwischen asiatischen Währungen und Fremdwährungen größer geworden ist. Anleihen in asiatischen Währungen haben im Vergleich zu Anleihen international aktuell auf einer Skala von -1 über + bis + 1 eine Korrelation von 0,68. Das schwächere Wachstum in den Industrieländern dämpft auch das Wachstum in Asien. Dennoch: Die Fundamentaldaten sind nach wie vor gut und werden das Wachstum stützen. Die Korrelationen zu anderen Anlageklassen wie Aktien international (0,26) oder Rohöl (0,10) sind gering. Darum bringen asiatische Währungen es fertig, bei einer guten Rendite die Schwankung im FondsDepot zu reduzieren.  Diese beiden Fonds haben in dieser Hinsicht auf sich aufmerksam gemacht:

Der Schroder ISF Asian Local Currency Bond SGD Hedged (WKN A0MV5V, ISIN LU0358731809) ist als einziger in Singapur-Dollar (SGD) denominiert. Der Fonds wurde aufgelegt in Luxemburg und investiert in Lokalwährung, die von den staatlichen, halbstaatlichen und körperschaftlichen Emittenten Asiens begeben werden. Der ACMBernstein RMB Income Plus Portfolio (WKN A1JG4Q, ISIN LU0633139125) ist domiziliert in Luxemburg und investiert in Anleihen, die auf die chinesische Währung Renminbi (RMB) lauten, und zwar On- und Offshore. Die Kapitalanlage besteht zu 72 Prozent aus Titeln mit Investment Grade.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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