Gerd Bennewirtz-Wissen-Anleger-Globale-Fonds-Allokation: Sollen globale Fonds Prognosen folgen oder der Allokation?

24. Februar 2012 von um 19:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Wissen-Anleger-Globale-Fonds-Allokation: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit globalen Aktienfonds steht: Sollen globale Fonds Prognosen folgen oder der Allokation? „Seit 2008 waren die Aktienmärkte so volatil wie lange nicht mehr. Das Spektrum reichte von heftigen Kurseinbrüche über plötzliche Trendwenden bis hin zu enormen Rallyes“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Absolute Return„Die Anleger hingen an den Lippen von Börsengurus: Ob deren Prognosen zum Erfolg führen? Jedenfalls hat ein solcher Guru noch niemals eine entsprechende Wertpapiermitteilung unterzeichnet. Ist es also besser im strategischen Sinne konservativ zu handeln, also im Großen und Ganzen die strategische Allokation zu bewahren?“

Liebe FondsBlogger, Anleger betrachten Prognosen oft als Schmiermittel der Märkte. Kurzfristige Prognosen mögen noch so miserabel sein – es wird Anleger geben, die ihnen folgen. Denn für Anleger und Investoren spielen Prognosen bei ihrer Asset Allokation oft eine große Rolle. Untersuchungen zeigen dagegen, dass Prognosen für eine sinnvolle Asset Allokation nur wenige Anhaltspunkte eben. Ob „Bulle oder Bär“ regieren, die Aktien „teuer oder billig“ sind ist einer Vielfalt von äußeren Faktoren zuzuschreiben, es ist „extrinsisch“. Dagegen steht ein Investment-Ansatz, der von den langfristigen Zielen des Anlegers und die entsprechende Asset Allocation immer wieder herstellt – eine „intrinsische“ Vorgehensweise.

Seit 2008 haben sich zum Beispiel viele Anleger beim Fonds Kaufen auf niedrig verzinsliche Geldmarkt- und Rentenanlage konzentriert. Der intrinsischen Strategie folgend würde der Anleger in diesem Fall die Aktienquote wieder auf die ursprünglichen Gewichtungen anheben, und zwar unabhängig von kurzfristigen Prognosen zu den Märkten. Das Starren auf extrinsische Prognosen ist keineswegs nur ein Verhalten privater, sondern auch institutioneller Anleger. Amerikanische Pensionsfonds zum Beispiel haben zwischen 2001 und 2010 ihre heimische Aktienquote von 67 auf 43 Prozent zurückgefahren. Würden sie ihren eigenen langfristigen Zielen folgen, hätten sie ihre Aktienquote analog zu den erlittenen Verlusten wieder aufgestockt.

Natürlich ist grundsätzlich nichts einzuwenden gegen Prognosen, oder sagen wir besser: Bewertungen von Aktien. Doch Anleger dürfen von ihrem Fonds Berater ein hinreichendes Methodenbewusstsein erwarten. So lässt sich beispielsweise beobachten, dass die Bewertung empirischer Ergebnisse immer schwieriger wird, je weiter man sich von der Einzelwertebene entfernt. Wenn der Fonds Berater für seine Anleger zum Beispiel nach dem Bottom-up-Ansatz ermittelte Unternehmensdaten zu einer Bewertung des Gesamtmarktes zusammenzieht, werden völlig unterschiedliche Branchen und Unternehmen in einen Topf geworfen. Wenn einige sehr große Sektoren falsch bewertet sind oder auch nur eine einzige Aktie, kann die Prognose des Gesamtmarktes verzerrt sein.

In der Top-Down-Analyse, die von makroökonomischen Daten ausgeht, das gleiche Bild: Die Anleger werden mit einer Vielfalt von Annahmen über die Konjunktur konfrontiert. Selbst kleine Abweichungen von der erwarteten Wirtschafts- oder Zinsentwicklung können eine völlig andere Marktrichtung und eine höhere Volatilität zur Folge haben. In der Fonds Analyse ist dies historisch leicht zu belegen: Gibt es einen Anleger, der die Auswirkungen von Rohpreisschocks, Terroranschlägen oder Schuldenexplosionen im Euro-Raum richtig bewertet hätten?

Die Prognosen für den amerikanischen S&P 500 Index zum Jahresende 2012 haben ein Spektrum von 700 bis 1.500 Punkten. Das entspricht Erträgen zwischen minus 44 und plus 20 Prozent. Die meisten Herausgeber von Prognosen erwarten ein Plus. Wie sollen sich Anleger angesichts solcher Prognosen bei der Fonds Auswahl entscheiden? Dazu kommt, dass die Aktienmärkte gegen die Rentenmärkte noch transparent und durchschaubar sind. Die einen Prognosen rechnen mit Inflation, die anderen mit Deflation. Wie hoch ist in drei Monaten die Risikoprämie bei griechischen, italienischen oder französischen Staatsanleihen? Wer seine Asset Allokation von kurzfristigen Prognosen abhängig machen will, ist im Grunde zur Untätigkeit verdammt. Fehler sind wahrscheinlich, und ihre Folgen sind fatal.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Prognosen und die Wetten, die auf ihnen beruhen, mögen im Einzelfall Erfolge erzielen, die spektakulär sind. Doch die Verluste sind es auch. Anleger, die langfristige Ziele verfolgen, können sich ein solches Risiko nicht leisten. Das intrinsische Modell kommt weitestgehend ohne Prognosen aus und folgt nur einer einfachen Regel: Der Anleger legt eine Aktienquote fest, die zu seinen individuellen Zielen passt. Bei Abweichungen durch die Kursentwicklung wird diese Quote konsequent wieder hergestellt (Rebalancing). Im Vergleich mit aufregenden Prognosen mögen Anleger diesen Ansatz langweilig finden. Doch er ist absolut methodisch, leicht umsetzbar und langfristig überlegen. Denn nicht die Märkte entscheiden über ihre Asset Allokation. Sondern Sie. Gibt es Fonds, die sich für die intrinsische Methdode eignen? Ja. Zum Beispiel der  Fidelity Global Real Asset Securities EUR Hedged (WKN A0RMUW, ISIN LU0417495552) aus Luxemburg oder der Invesco Balanced-Risk Allocation Fund (WKN A1CV2R, ISIN LU0482498176) ebenfalls aus Luxemburg.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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