Gerd Bennewirtz-Fonds-Wissen: Was sind Fonds? Heute Hedgefonds.

15. Dezember 2011 von um 19:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! SJB-Fonds-Wissen-Absolute-Return-Hedging: Was FondsInvestoren, Sparer und Privatanleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Was sind Fonds? Heute Hedgefonds. „Hedgefonds lassen sich im Rahmen des FondsDepot am besten als Alternative Investments beschreiben.“, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline aus Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. „Alternativ sind sie deswegen, weil sie nicht in einfach in traditionelle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe investieren, sondern auf ihnen aufsetzen. Eine spannende Angelegenheit!

Liebe FondsBlogger, die direkte Kapitalanlage in Aktien kennt drei Risikofaktoren: 1. Das Unternehmen: Mit der Ertragslage ändert sich gemeinhin der Kurs der Aktie. 2. Die Wirtschaft: Konjunktur- und Leitzinsbewegungen fließen in die Kurse der Aktie mit ein. 3. Die Gesellschaft: Psychologie und Politik können die Kursentwicklung der Aktie massiv beeinflussen. Der Einfluss aller drei Faktoren auf eine Aktie wird – je nach ökonomischer Schule – mit 25 bis 75 Prozent angegeben. Verständlich, dass es immer Versuche gegeben hat, den Kurs der Aktie, wenn schon nicht zu bestimmen, so doch wenigsten zu einzugrenzen. Die Begriffe Eingrenzen oder Umzäunen heißen auf Englisch Hedge, die entsprechenden Fonds Hedgefonds. Hedgefonds sollen Investoren vor Verlusten schützen, also nicht nur bei steigenden, sondern auch bei fallenden Kursen Geld verdienen. Das Ziel sind durchgängig schwarze Zahlen (absolute return).

Dazu verfolgen Hedgefonds im Grundsatz drei Strategien: a) Der Manager kauft unterbewertete Aktien, hält sie, bis die Preise steigen, und verkauft. Das ist die Strategie traditioneller Aktienfonds (long trade). b) Der Manager leiht überbewertete Aktien und verkauft sie an Dritte (short trade, Leerverkauf). Nach dem Kurssturz kauft er sie günstig zurück und gibt sie dem Verleiher wieder. Er zahlt eine Leihgebühr und streicht die Differenz ein. Der Leerverkauf ist eine riskante Strategie, die bei traditionellen Investmentfonds verboten ist. Bleibt der Kurssturz aus, muss der Hedgefonds zahlen: Für die Leihgebühren und die teuren Aktien. c) Der Manager leiht sich Fremdkapital, um die Leerverkäufe zu verstärken. Das Kalkül: Mehr Leihgeld gleich mehr Leihaktien gleich mehr Hebel (leverage) in den fallenden Märkten. Hegdgefonds unterliegen in ihren Anlagestrategien bei der Auswahl der Vermögensgegenstände keinerlei Beschränkungen. Definition: Nur außerbörsliche Anlagen sind bei Frankfurter Fonds auf maximal 30 Prozent des FondsVermögens beschränkt (§ 112 InvG). Entsprechend viele Strategien sind auf dem Markt.

Das sind die wichtigsten Hedgefondsstrategien: Equity Market Neutral zielt im Gegensatz Long only oder Short only auf ein marktneutrales Portfolio. Das Marktrisiko zum Aktienmarkt soll gleich Null sein. Bestehende Ineffizienzen im Markt werden dadurch ausgeschöpft, dass in unterschiedlichen Aktiensektoren komplementäre Kauf- und Verkaufpositionen platziert werden. Fixed Income Arbitrage konzentriert sich auf Preisanomalien zwischen festverzinslichen Wertpapieren, um stetige Erträge bei geringer Volatilität zu erzielen. Hier kommt viel Fremdkapital zum Einsatz, um das Ergebnis zu hebeln. Convertible Arbitrage nutzt die Preisdifferenzen von Wandelanleihen an unterschiedlichen Handelsplätzen. Typischweise platziert der Manager auf die Anleihenkomponente eine Kaufposition und auf die Aktienkomponente eine Verkaufsposition.

Managed Futures erschließen dem Manager die Terminmärkte. Mit börsengehandelten Terminkontrakten kann er in alle denkbaren Anlageklassen investieren und so von jeglichen Schwankungen auf den Rohstoff- und Währungsmärkten profitieren. Bei Event Driven konzentriert sich der Manager auf Unternehmen in ungewöhnlichen Situationen. Beispiele: Fusionen, Restrukturierungen, Insolvenz, Joint Ventures oder Buy-Outs. Diese Fonds sind nicht selten intransparent und wenig liquide. Long/Short Equity ist die von Hedgefonds am häufigsten angewandte Strategie. Sie basiert auf dem Kauf und Verkauf von Aktien. Dabei wird versucht, unterbewertete Aktien zu kaufen und gleichzeitig überbewertete leer zu verkaufen. Ein Teil des Marktrisikos wird über Leerverkäufe ausgeschaltet.

Global Macro ist darauf ausgerichtet, globale Markttrends an den Finanzmärkten auszunutzen. Dabei werden Kassa- und Terminpositionen eingegangen. Die Marktanalyse erfolgt auf Grund persönlicher Entscheidung des Managements und über computergestützte Handelssysteme. Emerging Markets konzentriert sich auf Aktien und Anleihen in Schwellenländern. Die Möglichkeiten zum Leerverkauf bzw. zum Einsatz von Derivaten sind in diesen Ländern oft reduziert. Darum umfasst diese Strategie oft nur Kaufpositionen. Dedicated Short Bias ist eine Leerverkaufsstrategie. Auch wenn der Manager Kaufpositionen als Gegengewicht platziert, bleibt das Portfolio netto auf fallende Kurse ausgerichtet.

Hedgefonds sind seit Anfang 2004 für den öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen, zumindest in der Version der Dachhedgefonds sind sie Frankfurter Fonds. Dabei handelt es sich in der Regel um Multi-Strategie-Produkte, die zu mindestens 51 Prozent in Hedgefonds investiert sein müssen. Laut Anlagerichtlinien darf ein Dachhedgefonds nicht mehr als 20 Prozent seines Portfolios in einen einzelnen Zielfonds investieren. Definition: Ein Dachhedgefonds muss also mindestens fünf Zielfonds im Portfolio halten, wobei diese „bei der Bekämpfung der Geldwäsche im Sinne internationaler Vereinbarungen kooperieren“ müssen (§ 113 (4) InvG). Erfahrungsgemäß haben die besten ausländischen Hedgefonds daran selten Interesse. Reinrassige Hedgefonds, so genannte Single Hedgefonds, sind in Deutschland nur im Private Placement zu erwerben. Für Single Hedgefonds gilt in Deutschland ein striktes Werbeverbot.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Für einen Vermögensverwalter sind Hedgefonds nicht als solche interessant, sondern als klar defensiv definierte Komponente im FondsDepot. Genau wie es immer war: An den Terminbörsen, an denen sich Managed Futures engagieren, verkaufen Landwirte ihren Weizen schon, wenn er noch auf dem Feld steht. Damit sichern sie sich gegen fallende Weizenpreise ab. Umgekehrt fürchtet das verarbeitende Gewerbe steigende Weizenpreise. Sie kaufen jetzt schon das Getreide, das sie erst später benötigen. Über lange Zeiträume egalisieren sich die Erträge. Das Erkennen von Trendwenden und gehebelte Mehrerträge sind schön, aber nicht erstrangig. Beispiele dafür, dass allerdings auch beides geht sind der Estlander & Partners Freedom Fund UI (WKN A1CSUT, ISIN DE000A1CSUT2) und der Varengold Alternative Alpha R (WKN A1C5D4, ISIN DE000A1C5D47).

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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