Gerd Bennewirtz-Fonds-Spezialist-KBV: Hilft das KBV bei der Analyse der Bankenkrise?

11. Oktober 2011 von um 18:30 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Wissen-KBV-Bankenkrise: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die Wissensfrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Hilft das KBV bei der Analyse der Bankenkrise? Aus der Schuldenkrise in Europa droht für Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer eine Bankenkrise zu werden. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) belaufen sich die Risiken für Europas Banken in der Bankenkrise auf rund 200 Milliarden Euro. Mit der Zerschlagung der französisch-belgischen Dexia Bank hat die Bankenkrise in Europa ihr erstes Opfer. FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger werden weitere beklagen müssen. Rund 90 Milliarden Euro müssen Belgien, Frankreich und Luxemburg für Dexia an Garantien geben. Das Kernproblem, weswegen die Schuldenkrise zur Bankenkrise wird, ist die schwache Eigenkapitalausstattung der europäischen Banken. Verluste, die die Banken durch Abschreibungen wegen des Zahlungsausfalls öffentlicher Anleihengeber erleiden, können sie nur zu einem geringen Teil auffangen. Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer müssen erstaunt feststellen: Reihenweise geht die Kreditwürdigkeit der Banken in Italien, Großbritannien oder den USA in den Keller. Selbst China muss in der Bankenkrise seinen Banken beispringen. Für wertorientierte Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger ist dieser „Systemschock“ der Bankenkrise wenig überraschend. Als Value-Investoren haben sie zusammen mit ihrem FondsSpezialisten bei der Auswahl ihrer Investments eine Kennzahl im Blick, die viel über die wirtschaftliche Substanz der Banken aussagt. Das KBV. KBV steht für „Kurs-Buchwert-Verhältnis“. Das ist eine substanzorientierte Kennzahl der Aktienanalyse. Dreh- und Angelpunkt des KBV ist der Buchwert eines Unternehmens. Der Buchwert als Basis des KBV gibt für Kapitalanleger, Investoren und FondsSpezialisten die Höhe des bilanzierten Eigenkapitals eines Unternehmens an. Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich arbeitet heraus, warum das KBV gerade für die Analyse von Bankenfonds in der Bankenkrise für FondsSparer, Kapitalanleger und Investoren sehr wertvoll ist.

Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger wissen es: Die Kreditvergabe ist das Kerngeschäft der Banken. Kreditvergabe ist immer eine Sache des Vertrauens in die Fähigkeit eines Schuldners, seine Schulden zurückzuzahlen. Dieses Vertrauensverhältnis ist gestört. Auch in der Geschäftsbeziehung der Banken untereinander. Das ist der Kern der Bankenkrise. Um ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren nachzukommen, können sich Banken zum großen Teil nur noch Geld bei der EZB leihen. Mit einem Volumen von rund 280 Milliarden Euro ist das Kreditvolumen der Geschäftsbanken bei der EZB in der aktuellen Bankenkrise annährend so hoch wie bei der Finanz- und Bankenkrise aus Anlass der Lehman Pleite im September 2008.

Der Grund, warum das Vertrauensverhältnis der Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger zu Banken gestört ist, liegt in der schwachen Ausstattung der Kredithäuser mit Eigenkapital. Das Eigenkapital stellt den bilanzierten Substanzwert eines Unternehmens dar. Daher ist es eine wichtige Größe bei der Berechnung des KBV. Im Falle von Banken ist das haftende Eigenkapital eine wichtige Größe für FondsSparer, Investoren und Kapitalanleger. Das haftende Eigenkapital soll gemäß der Basel Richtlinien ausreichen, um die Risiken der Bank abzudecken, um die Einlagen der Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren nicht zu gefährden. Eine Bank mit einer substanziellen Eigenkapitalausstattung ist eine marktgerechte Form von Anlegerschutz für Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer. Hierzu liefert das KBV Informationen

Mit diesem Anlegerschutz der Banken für Kapitalanleger und FondsSparer ist es in der Bankenkrise europäischer Kreditinstitute nicht gut bestellt. Mehrere Institutionen haben dieses Kernproblem der Bankenkrise in Europa diagnostiziert und geben an Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer entsprechende Signale. So haben die Ratingagenturen Moody’s und S&P Ende vergangener und Anfang dieser Woche die Kreditwürdigkeit von 12 britischen und 3 italienischen Banken heruntergestuft. Der Grund ist mangelnde Unternehmenssubstanz, die sich für FondsSparer, Kapitalanleger und Investoren in einem entsprechend niedrigen KBV der Banken ausdrückt.

Der IWF empfiehlt zur Lösung der Bankenkrise in Europa, die Eigenkapitalausstattung europäischer Kreditinstitute um 100 bis 200 Milliarden Euro zu erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben diese Signale verstanden und ihren Banken im Zweifel die „Rekapitalisierung“ mit Steuergeldern zugesagt.

Der erste Ernstfall der Bankenkrise ist für Investoren und FondsSparer bereits eingetreten. Die Regierungen von Frankreich, Belgien und Luxemburg haben die Zerschlagung der Dexia Bank beschlossen, dem weltweit größten Kommunalfinanzierer. Dabei haben sich die drei öffentlichen Anteilseigner die Zerschlagung der Düsseldorfer WestLB zum Vorbild gekommen. Belgien ist beim Fall Dexia besonders maßgeblich. Die Regierung in Brüssel übernimmt den belgischen Teil der Dexia mit rund 6000 Angestellten und Einlagen von rund 80 Milliarden Euro von 4 Millionen Kunden. Anleihen im Wert von 95 Milliarden Euro werden in eine Bad Bank ausgelagert. Als „Gegenwert“ geben die drei Staatseigner rund 90 Milliarden Euro an Garantien. 60,5 Prozent davon übernimmt Belgien. Für diese Maßnahme wurde das Land bereits von Moody’s vor einer Herabstufung gewarnt, wenn die Staatsschuldenquote über die 100 Prozentmarke des BIP springt. Der Teufelskreis der Schulden- und Bankenkrise wird hier für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger klar ersichtlich.

Um diesen Teufelskreis zu beenden, liegen die neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken des Basler Ausschusses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) auf dem Tisch. Zwei Kennzahlen dieser Basel III Richtlinien sind für Investoren, Kapitalanleger und FondsSparer mit Blick auf das KBV der Banken hervorzuheben. Die Mindestkernkapitalrate des Eigenkapitals soll zwischen 2013 und 2019 von 3,5 und 4,5 Prozent der Bilanzsumme steigen. Gleichzeitig soll die maximale Verschuldungsgrenze der Banken ab 2018 rund 33,3-fache des Kernkapitals nicht überschreiten. Der Anlass für diese schärferen Regeln, die auch das KBV beeinflussen, war die Bankenkrise rund um die Lehman Pleite.

Eigenen sich Banken vor dem Hintergrund der Bankenkrise als antizyklisches Investment für Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger? Um die Frage zu beantworten, sollten Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer mehrere Faktoren beachten, darunter das KBV. Der Aktienpreis für deutsche Großbanken wie Deutsche Bank oder Commerzbank ist wegen der Bankenkrise sehr günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) rangiert bei 4,6x, bzw. 5,7x. International rechnen Analysten mit einem KGV im Bankensektor von 10,5x. Der Aktienpreis deutscher Banken ist für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren rund 50,0 Prozent diskontiert. Die Bankenkrise liefert einen triftigen Grund für diese Abschläge. Weltweit liegt das KBV im Bankensektor bei 0,9x. Das ist dicht am fairen Wert des KBV von 1,0x. Demnach würde laut KBV die Eigenkapitalausstattung der Banken derzeit die Aktienbewertung 1 zu 1 widerspiegeln. Wenn das in Relation von KBV und KGV einen Kursabschlag von rund der Hälfte bedeutet, scheinen die Banken aufgrund der Bankenkrise früher als viele Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger meinen, in der Realität angekommen zu sein. Das KBV hat dies gezeigt.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die fundamentale Aktienanalyse mit KGV und KBV hat für Kapitalanleger, Investoren und FondsSparer eine interessante Information in der Bankenkrise zutage gefördert. Banken kennen ihre Risiken. D.h. ihre schwache Eigenkapitalquote. Deshalb bereiten sie sich systematisch auf die Folgen der Bankenkrise und die Vorschriften der Basel III Richtlinie vor. Im Durchschnitt entspricht der Aktienkurs im Bankenbereich bei einem KBV von rund 1,0x dem in Relation zum Eigenkapital fairen Wert. Das heißt, die Banken haben auf Basis des KBV für Kapitalanleger und FondsSparer jetzt die Eigenkapitalausstattung erreicht, auf deren Basis sie durch Kreditvergabe und Investmentbanking Gewinne für Kapitalanleger, FondsSparer und Investoren erwirtschaften können. Damit ist – wie das KBV zeigt – eine gewisse Talsohle beim Vertrauensverlust in der Bankenkrise zu erkennen. Investoren, FondsSparer und Kapitalanleger, die antizyklisch Denken und Handeln, stehen heute bereits Optionen zur Verfügung. Zum Beispiel der Aktienfonds DWS Financials Typ 0 (ISIN DE0009769919, WKN 976991). Der Aktienfonds investiert in Aktien von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern. Länderschwerpunkte sind  USA und Europa. Das KBV ist für den FondsManager ein wichtiger Indikator geworden.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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FondsSuche: Sie suchen Informationen zum Fonds DWS Financials Typ 0 (ISIN DE0009769919, WKN 976991).

Die FondsPreisentwicklung auf Eurobasis im letzten Monat betrug -4,20 Prozent. Der Erfolg des DWS Financials Typ 0 (ISIN DE0009769919, WKN 976991)  Fonds über ein Jahr betrug- 22,77 Prozent. Die Verluste über drei Jahre bezogen auf eine Einmalanlage von 10.000 Euro ohne Ausgabeaufschlag betrugen 3.063,38 Euro. Der Fonds DWS Financials Typ 0 (ISIN DE0009769919, WKN 976991) eignet sich sowohl für eine Einmalanlage mit Auszahlplan, als auch für einen Sparplan! Weitere Informationen finden Sie zukünftig in unseren Hitparaden für Fonds mit einem großen Angebot von Investmentfonds zur freien Auswahl in übersichtlichen Tabellen. Rat für Sparer und Anleger: Erwerben Sie den Fonds als Anlage zur Altersversorge erst nach einer individuellen Beratung.

 

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