Gerd Bennewirtz-Fonds-Spezialist-KAG: Wo ist der Zusammenhang zwischen Investmentfonds und KAG?

14. Oktober 2011 von um 23:10 Uhr
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Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! Gerd Bennewirtz-Fonds-Wissen-Immobilien-Aktienfonds: Was einen Investor, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die Wissensfrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Wo ist der Zusammenhang zwischen Investmentfonds und KAG? Die Abkürzung KAG steht für „Kapitalanlagegesellschaft“. Das ist der im Investmentgesetz (InvG) festgelegte Begriff für die Unternehmen der FondsIndustrie, die für die Geldanlage der Investoren, Privatanleger und FondsSparer Investmentfonds anbieten. Den rechtlichen Rahmen für die FondsIndustrie beim Thema Betrieb und Verwaltung einer KAG können Privatanleger, Investoren und FondsSparer im InvG Abschnitt 2 §§6 bis 19l finden. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen KAG und Investmentfonds ist im InvG bereits in §2 verankert. Danach hat ein Investmentfonds als eine wesentliche Voraussetzung damit er für FondsSparer, Investoren und Privatanleger den Status Sondervermögen hat, das er von einer KAG aufgelegt und verwaltet wird. Im europäischen Rechtsrahmen wird für Privatanleger, Investoren und FondsSparer der Zusammenhang zwischen Investmentfonds und KAG noch deutlicher. Hier laufen Investmentfonds unter dem Begriff „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere“ (OGAW). Dieser Begriff umfasst sowohl die KAG, als auch die Investmentfonds. FondsSpezialist Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 stellt für FondsSparer, Investoren und Privatanleger den Zusammenhang zwischen den beiden Investmentorganismen her.

Im Falle von Investmentfonds können sich Investoren, Privatanleger und FondsSparer eine klassische Frage stellen: Was war zuerst da in der FondsIndustrie, der Fonds oder die KAG? Ein gutes Beispiel ist einer der ältesten Aktienfonds in Europa, der Robeco N.V. (ISIN: NL000028783, WKN: 970259), der die Doppelung zwischen Investmentfonds und KAG schon im Namen trägt. Der Fonds des „Rotterdamsch Beleggings Consortium“ wurde am 1. Dezember 1929 aufgelegt, mitten in die Weltwirtschaftkrise. Der weltweit investierende Aktienfonds hat allerdings erst seit dem 3. März 1938 eine durchgängige Preishistorie für FondsSparer, Investoren und Privatanleger. In den mehr als acht Jahren dazwischen war die FondsGesellschaft für Investoren selbst an der Börse gelistet. Aus diesem Umstand folgt der Name des Fonds. Das Kürzel N.V. steht für die “Naamloze Vennootschap”, die niederländische Form der Aktiengesellschaft. Das heißt die Privatanleger, FondsSparer und Investoren haben in dieser Zeit keine FondsAnteile an einem individuellen Sondervermögen erworben, sondern Aktien einer KAG, deren Geschäftszweck die gemeinschaftliche Anlage in Wertpapieren ist. Diese Konstruktion war verbreitet. In den USA wurden solche Geschäftsmodelle unter dem Begriff „Investment Truts“ zusammengefasst. Hier wurden Investoren, FondsSparer und Privatanleger keine Zeichner eines Sondervermögens, sondern Anteilseigner einer Investmentgesellschaft. Ein Beispiel ist der erste Hedgefonds der Welt von Alfred Winslow Jones aus dem Jahr 1949.

Diese Rechtsauffassung für die heutige FondsIndustrie gilt bis heute auf EU Ebene für Investoren, FondsSparer und Privatanleger in Investmentfonds. Laut der Richtlinie des Rates 85/611/EWG (OGAW-Richtlinie) vom 20. Dezember 1985 wird hierin die Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere geregelt. Der englische Begriff „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“ (UCITS) unterstreicht für FondsSparer, Privatanleger und Investoren den koordinatorischen Zusammenhang zwischen Investmentfonds und KAG.

Das deutsche InvG hat diese Definition des Zusammenhangs zwischen Investmentfonds und KAG für die Rechtsgrundlage mit der FondsIndustrie, Investoren, Privatanleger und FondsSparer umgehen übernommen. Deshalb leitet das InvG in der Begriffbestimmung in §2 Abs. 1 InvG nicht mit dem Investmentfonds, sondern Investmentgesellschaften und KAG ein. §2 Abs. 2 InvG definiert direkt im Anschluss den Begriff Investmentfonds und stellt für FondsSparer, Investoren und Privatanleger den Zusammenhang der FondsIndustrie zwischen den Fonds, ihrem Status als Sondervermögen und KAG her.

In §2 Abs. 2 InvG heißt es: „Sondervermögen sind inländische Investmentvermögen in Vertragsform, die von einer Kapitalanlagegesellschaft für Rechnung der Anleger nach Maßgabe dieses Gesetzes und den Vertragsbedingungen, nach denen sich das Rechtsverhältnis der Kapitalanlagegesellschaft zu den Anlegern bestimmt, verwaltet werden, und bei denen die Anleger das Recht zur Rückgabe der Anteile haben.

Daraus wird für Privatanleger, Investoren und FondsSparer ersichtlich: Ein Investmentfonds ist dann ein Sondervermögen, wenn er über eine KAG auf den Markt gebracht wird. Die Kontrolle über die FondsIndustrie durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden, in Deutschland zum Beispiel die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), erfolgt sowohl über einzelne Investmentfonds, als auch über die KAG.

Das wird unter anderem am Beispiel der jüngst eingerichteten Ombudsstelle Investmentfonds deutlich. Diese Schlichtungsstelle der FondsIndustrie wird vom Bundeverband Investment und Asset Management (BVI) getragen. Damit erfüllt die FondsIndustrie eine Auflage der europäischen UCITS Vorgaben zum Anlegerschutz. FondsSparer, Privatanleger und Investoren können sich dann an die Ombudsstelle Investmentfonds wenden, wenn sie der Meinung sind, eine KAG hat im Rahmen des Managements eines Investmentfonds gegen die Bestimmungen des InvG verstoßen. Sollte die Schlichtungsstelle aus unterschiedlichen Gründen nicht zuständig sein, bleibt für Investoren, FondsSparer und Privatanleger jederzeit der Gang zu Bafin, um sich über eine KAG der FondsIndustrie im Zusammenhang mit einem Investmentfonds zu beschweren.

Der genaue Rechtsrahmen für den Betrieb, Verwaltung und Aufsicht der KAG regelt das InvG in §§6 bis 19l. §6 InvG legt fest, dass KAG für FondsSparer, Investoren und Privatanleger ausschließlich in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft betrieben werden. Konkret darf es sich dabei um eine Aktiengesellschaft (AG) oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) handeln. §19k regelt das Insolvenzrecht einer KAG, denn als Kapitalgesellschaften können diese Unternehmen der FondsIndustrie zahlungsunfähig werden. An dieser Stelle kommt für Investoren, FondsSparer und Privatanleger der im InvG wichtige Abschnitt 3 „Sondervermögen“ (§§30 bis 95) zum Tragen.

In §30 Abs. 1 steht der für Privatanleger, FondsSparer und Investoen entscheidende Satz: „Das Sondervermögen ist von dem eigenen Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt zu halten.“ Das heißt, alle Beiträge der Geldanlage, die FondsSparer, Investoren und Privatanleger für eine Investmentfonds leisten, gehören im Insolvenzfall der KAG nicht zum Anlage- und Umlaufvermögen des Unternehmens, das bei Zahlungsunfähigkeit unter den Gläubigern aufgeteilt wird. Beiträge der Investoren, FondsSparer und Privatanleger haften demnach nicht für die KAG. Zum Sondervermögen gehört auch alles, was die KAG durch ein Rechtsgeschäft erwirbt. Die KAG darf mehrere Sondervermögen, also Investmentfonds bilden. Diese haben sich durch ihre Bezeichnung zu unterscheiden und sind getrennt zu halten. Das genaue Rechtsverhältnis der Investoren, Privatanleger und FondsSparer mit der KAG wird laut §43 InvG durch die Vertragsbedingungen bestimmt.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz:  Investoren, FondsSparer und Privatanleger bewegen sich in Deutschland und Europa in einem gesicherten Rechtsrahmen was den Zusammenhang zwischen Investmentfonds und KAG angeht. Hier haben deutsche und europäische Gesetzgeber auch aus der Historie gelernt. Die Konstruktion durch den Kauf von Aktien einer KAG Teil eines Investmentfonds zu werden, gibt es so nicht mehr. Das Kapital der Investoren, Privatanleger und FondsSparer ist laut InvG vom Kapital der KAG getrennt zu halten. Auf dieser vermögensrechtlichen Unterscheidung basiert der Status Sondervermögen, mit dem Investmentfonds in Deutschland als einzige Assetklasse vom Gesetzgeber ausgestattet sind. Damit privilegiert der Gesetzgeber den kollektiven Grundgedanken der Investmentfonds als Finanzprodukt des gemeinschaftlichen Investierens der Privatanleger, FondsSparer und Investoren in Wertpapiere. Vereinfacht gesprochen ist die KAG das ausführende Organ, das mit den entsprechenden Rechten und Kompetenzen ausgestattet stellvertretend für Privatanleger, Investoren und FondsSparer Transaktionen an den Kapitalmärkten übernimmt.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Die FondsPreisentwicklung auf Eurobasis im letzten Monat betrug -1,63 Prozent. Der Erfolg des Robeco N.V. (ISIN: NL000028783, WKN: 970259) Fonds über ein Jahr betrug- 8,70 Prozent. Die Gewinne über drei Jahre bezogen auf eine Einmalanlage von 10.000 Euro ohne Ausgabeaufschlag betrugen 320,63 Euro. Der Fonds Robeco N.V. (ISIN: NL000028783, WKN: 970259) eignet sich sowohl für eine Einmalanlage mit Auszahlplan, als auch als Sparplan! Weitere Informationen finden Sie zukünftig in unseren Hitparaden für Fonds mit einem großen Angebot von Investmentfonds zur freien Auswahl in übersichtlichen Tabellen. Rat für Sparer und Anleger: Erwerben Sie den Fonds als Anlage zur Altersvorsorge erst nach einer individuellen Beratung.

Kategorien: Wissen. Konzentriert.
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