Gerd-Bennewirtz-Fonds-Anleger-Frage: Welchen Anlegerschutz bieten ETF?

04. Oktober 2011 von um 22:18 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Anlegerschutz-ETF? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welchen Anlegerschutz bieten ETF? Exchange Traded Funds (ETF) sind Indexfonds. D.h. ihr Portfolio soll für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter die Zusammensetzung eines Wertpapierindex auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Währungen Eins zu Eins abbilden. Damit besitzen diese ETF im Gegensatz zu aktiv gemanagten Investmentfonds keine aktive Einzeltitelauswahl und kein aktives Risikomanagement. ETF folgen in ihrer Zusammensetzung und Wertentwicklung passiv ihrem zugrundeliegenden Index. Das hat Vorteile und viele Nachteile. Seit etwas mehr als zehn Jahren werden ETF für Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter in Europa angeboten. Ein Hauptargument in der Beratung, das aus Sicht der Investoren und Kapitalanleger bei der Geldanlage aktuell für ETF spricht, ist die Kostenseite. Wegen des passiven Indextrackings ist der Managementaufwand bei FondsGesellschaften gering. Deshalb ist die Gesamtkostenquote der ETF durchschnittlich geringer, als bei aktiv gemanagten Fonds. Geringer ist allerdings auch der Anlegerschutz der Investoren und Kapitalanleger. Ein Umstand, auf den FondsVerwalter in der Beratung zur Geldanlage in Aktien, Anleihen und anderen Assetklassen immer wieder hinweisen müssen. Der Status Sondervermögen und Risikodiversifikation sind die wichtigsten Anlegerschutz Merkmale aktiv gemanagter Investmentfonds. Diese Merkmale sind bei ETF wegen ihrer spezifischen Konstruktion nicht immer gegeben. Die ETF Macher selbst definieren deshalb Anlegerschutz aus einer ganz eigenen Sicht. Gerd Bennewirtz, FondsBerater und FondsVewalter und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich prüft, ob diese Sicht der ETF Branche zum Anlegerschutz mit den Interessen der Investoren und Kapitalanleger bei der Geldanlage ihrer Finanzen kompatibel ist.

ETF und ihr Anlegerschutz sind ins Gerede der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter gekommen. Kweku Adoboli, Händler der UBS hat unter anderem mit Fehlspekulationen in diesem Geldanlage Segment den Finanzen der Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter der Schweizer Großbank Verluste von 2,3 Milliarden US-Dollar zugefügt. Anlegerschutz sieht anders aus. In der Kritik standen die passiven Indexfonds wegen ihrer Konstruktion schon vorher. Laut des FondsVerwalter Blackrock beläuft sich das FondsKapital der Kapitalanleger und Investoren in ETF weltweit Ende 2. Quartal 2011 auf rund 1.152 Milliarden US-Dollar. Über zehn Jahre ist das trotz des schwierigen Themas Anlegerschutz, ein Kapitalzuwachs von mehr als 1,0 Billionen US-Dollar. Rund 321 Milliarden US-Dollar an Geldern der Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter wird in Europa verwaltet. Den größten Marktanteil bei Investoren hat die Blackrock Tochter ishares mit 36 Prozent, gefolgt von Lyxor mit 17 Prozent. Die Deutsche Bank Tochter db x-trackers folgt knapp dahinter mit einem Anteil von 16 Prozent.

Grundsätzlich sollten Investoren und Kapitalanleger aus Sicht der FondsBerater wie der SJB zwei Typen unterscheiden: Replizierende und derivative ETF. Replizierende ETF kaufen zugunsten des FondsPortfolios die einem Index zugrundeliegenden Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Währungen nach und gewichten sie analog zur Indexstruktur. Ein derivativer ETF als FondsVerwalter spart sich und seinen Investoren den Anlegerschutz durch Anschaffung der Wertpapiere und partizipiert an der Wertentwicklung eines Index über ein Swap-Geschäft. Das bedeutet: Der ETF Anbieter vereinbart mit einer qualifizierten Gegenpartei (Counter-Party) den täglichen finanziellen Ausgleich des Volumens eines Kapitalstocks in Höhe der Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index. Eine schwierige Form von Anlegerschutz für Kapitalanleger. Wenn Investoren, Kapitalanleger oder FondsVerwalter zum Beispiel 1.000 Euro in einen Dax ETF von db x-trackers einzahlt, dann kauft diese von der Deutschen Bank eine Forderung über 1.000 Euro in Dax-Aktien, verbunden mit der Garantie, dass die Forderung gegenüber der Deutschen Bank auch künftig täglich genauso viel wert ist wie der Dax. Das Vermögen des Dax-ETF besteht somit nicht aus einem Portfolio an Dax-Aktien, sondern aus einer Forderung gegenüber der Deutschen Bank. Als Anlegerschutz für Investoren, FondsVerwalter und Kapitalanleger wird in diesem Zusammenhang die sogenannte „Überdeckung“ verstanden. D.h. der ETF Anbieter muss mindesten 107 Prozent der Summe vorhalten, die die Forderung gegenüber des Swap-Partner ausmacht. So versteht er als FondsVerwalter Anlegerschutz für die Finanzen der Kapitalanleger.

Das diese Konstruktion für Kapitalanleger und Investoren als Anlegerschutz den Status eines Sondervermögens hat, wird von qualifizierten Stellen in Frage gestellt. So haben die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ihre Bedenken für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter publik gemacht. Die SJB hat als FondsVerwalter auf mehrfache Anfrage bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Antwort erhalten: ETF sind dann Sondervermögen, wenn die Bafin sie als solche einordnet. Nach Aussage der db x-trackers erfolgt die Qualifizierung derivater ETF durch die Bafin als Sondervermögen für Investoren und Kapitalanlager eher zögerlich. Der Anlegerschutz für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter fällt demnach schwächer aus. Denn die Forderung des ETF Anbieters gegenüber dem Swap-Partner fällt im Falle des Zahlungsausfalls einer der beiden Parteien in die Vermögensmasse, die unter allen Gläubigern aufgeteilt wird. Zu diesen Gläubigern zählen dann auch die Kapitalanleger, FondsVerwalter und Investoren mit ihrer Geldanlage. In der Beratung der FondsVerwalter für Kapitalanleger zu ETF muss dieser Punkt zum Anlegerschutz deutlich herausgearbeitet werden.

Für wissenschaftlich belegten Anlegerschutz für Kapitalanleger aktiv gemanagter Investmentfonds sorgt aus Sicht der FondsVerwalter die Risikodiversifikation eines FondsPortfolios. Ziel eines aktiven FondsManagers ist es, ein Portfolio für Kapitalanleger, Investoren und FondsVerwalter zusammenzustellen, das sich in Auswahl und Gewichtung vom Marktdurchschnitt unterscheidet. Der Marktdurchschnitt wird durch Struktur und Entwicklung eines Index abgebildet. Nur durch aktive Managemententscheidungen ist es möglich ein FondsPortfolio zusammenzustellen, dass ein besseres Rendite/Risikoprofil hat, als der Marktdurchschnitt. Das ist der Kern der modernen Portfoliotheorie von Nobelpreisträger Harry M. Markowitz. Eine indexunabhängige Einzeltitelauswahl ist die Grundlage für die Wertschöpfung, die für Investoren, Kapitalanleger und FondsVerwalter Mehrrendite generiert. Gleichzeitig bietet die individuelle Portfoliokonstruktion die Chance auf ein FondsRisiko, das unter dem Marktrisiko liegt. Beides sind laut Markowitz Kennzeichen für ein effizientes Portfolio und aus Sicht der FondsVerwalter Grundlage für einen marktgerechten Anlegerschutz.

Bemerkenswert ist, dass führende ETF Anbieter das Argument eines diversifizierten Portfolios für Indexfonds als Argument für den Anlegerschutz der Indexfonds anführen. So sei die Forderung die db x-trackers für ihre derivaten ETF gegenüber der Deutschen Bank hat, durch ein Aktienpaket gesichert. Die Konzernmutter hält demnach für den FondsVerwalter ein Portfolio deren Aktienvolumen dem Wert aller Swap ETF von db x-trackers entspricht und zwar dem „übersicherten“ Wert. Der Höchstanteil eines Titels im Portfolio beträgt 4 Prozent.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Investoren und Kapitalanleger müssen das Thema Anlegerschutz bei ETF mit besonderer Sensibilität betrachten. FondsVerwalter in der Beratung sollten aus Sicht der SJB die Gesichtspunkte Kosten und Anlegerschutz bei ETF genau gegenüberstellen. Die Indexfonds bieten nur unter bestimmten Umständen den Status eines Sondervermögens. Gleichzeitig verzichten sie aufgrund des Mangels an aktivem indexunabhängigem Management auf eine effiziente Umsetzung der Risikodiversifikation. Kosten, die Investoren und Kapitalanleger für aktive FondsVerwalter tragen sind in dieser Hinsicht ihr Eigenbeitrag zur Risikoprämie für aktiven und marktgerechten Anlegerschutz.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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