Gerd Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Warum verlieren die Devisen der Schwellenländer?

10. Oktober 2011 von um 23:30 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik!  Gerd Bennewirtz-Fonds-Kaufen-Devisen-Schwellenländer: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum verlieren die Devisen der Schwellenländer? Lange standen sie auf der Gewinnerseite beim Anleger und FondsInvestoren, die Devisen und Währungen der Schwellenländer. Der brasilianische Real, der thailändische Baht, der koreanische Won und auch der russische Rubel waren gefragt. Nun kehren sich die Kursbewegungen der Schwellenländer Devisen allmählich um. Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten der betroffenen Staaten keinesfalls schlechter als diejenigen der großen Industrieländer sind, werten die Währungen der Schwellenländer nun ab. Woran liegt diese Entwicklung und was können Anleger und FondsInvestoren tun? SJB FondsSkyline FondsVerwalter Gerd Bennewirtz aus Korschenbroich analysiert die Lage der wichtigsten Währungen aus den Schwellenländern und gibt Anlegern Rat, was sie für Konsequenzen ziehen sollten.

FondsInvestoren, Sparer und Anleger wunderten sich in den letzten Handelswochen, dass nicht etwa der US-Dollar abwertete, der mit einer weiter kränkelnden Ökonomie und zunehmenden Finanzierungsproblemen der USA assoziiert ist, sondern die Währungen wirtschaftlich gesunder, mit einer starken Exportindustrie und großen Rohstoffvorkommen gesegneter Schwellenländer. Großinvestoren zogen ihr Kapital massenhaft aus Währungen wie dem brasilianischen Real ab, der deutlich in die Knie gegangen ist. FondsInvestoren und Anleger beobachteten dies. Auch Devisen wie den koreanischen Won erwischte es sehr heftig, obwohl die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Korea auf eine eher moderate Abschwächung des Wirtschaftswachstums des exportfixierten Landes hinweisen. Kaum anders sieht es bei Schwellenländer Währungen und Devisen wie dem polnischen Zloty oder dem russischen Rubel aus.

Der Grund für die Umkehr der Kapitalströme sind weniger sich eintrübende Wirtschaftsdaten, als vielmehr die pure Notwendigkeit für Großinvestoren, an ihr in den Schwellenländern investiertes Kapital zu kommen. Hier finden sich noch zahlreiche im Plus liegende Investments, die nun aufgelöst werden müssen, um die an den Hauptmärkten USA und Europa angefallenen umfangreichen Kursverluste auszugleichen. Anleger und FondsInvestoren fühlen sich an die Lehman-Pleite erinnert. Gerade auch große Hedgefonds sind davon betroffen, dass Anleger ihre Anlagen zurückfordern und im großen Stil Geld aus Schwellenländern in ihre Heimatmärkte zurücktransferieren. Auch institutionelle FondsInvestoren sind dabei. Dazu müssen die Währungen und Devisen zurückgetauscht werden. Die Frage, ob eine Währung oder eine Aktienanlage in einem bestimmten der Schwellenländer günstig bewertet oder weiter aussichtsreich sind, spielt in diesem Kontext keine Rolle.

Andere Faktoren verstärkten den Abwärtstrend, bemerkten Anleger und FondsInvestoren. So begannen erste Schwellenländer wie Brasilien mit Zinssenkungen und verringerten damit das Renditeplus von Schwellenländer-Staatsanleihen gegenüber US-Treasuries. Geht nun auch die Währung in eine Abwärtsbewegung über, sinken die Renditechancen weiter, was wiederum zur neuerlichen Auflösung von entsprechenden Positionen führt. Devisen und Währungen geraten so in einen Teufelskreis. Und mit ihnen Anleger und FondsInvestoren. Aber viele Schwellenländer sind gar nicht unglücklich über die Abwertung ihrer Währungen. Noch im Sommer dieses Jahres klagten etwa brasilianische Politiker und Wirtschaftsbosse über den zu starken Real, der die Ausfuhren des Landes zu sehr verteure. Nach der jüngsten Abwärtsbewegung hat die Währung nun ihre Überbewertung abgebaut und ist fundamental betrachtet angemessen bewertet. Eine Chance für Anleger und FondsInvestoren?

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Abwertungstendenz bei Schwellenländer Währungen dürfte erst dann stoppen, wenn die EU-Schuldenkrise in überzeugender Weise gelöst ist. Erste Anzeichen dafür gibt es, für eine Entwarnung ist es aber viel zu früh. Geht es mit der globalen Konjunktur wieder aufwärts, dürften auch die Schwellenländer Währungen und Devisen ihre alten Höchstkurse wieder in Angriff nehmen und von neuen Kapitalzuflüssen profitieren. FondsInvestoren und Anleger können in der Zwischenzeit selektiv erste Positionen in Länderfonds aufbauen, die in Märkte wie Brasilien, Korea oder Russland investieren. So können FondsInvestoren und Anleger von den derzeit günstigen Aktienkursen der Schwellenländer sowie der relativ niedrigen Bewertung der Währungen zugleich profitieren. Auch in der Türkei, wo die Kurse sogar während des heftigen Kursrutsches an den großen Börsen zulegen konnten, sehen wir Potenzial. Anleger, Sparer und FondsInvestoren sollten Ihren SJB FondsBerater nach Details fragen.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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