Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Welche Konsequenzen hat die aktuelle Schuldenkrise für Investoren, Sparer und Anleger?

16. September 2011 von um 18:14 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Schuldenkrise-Konsequenzen: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die AnlegerFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welche Konsequenzen hat die aktuelle Schuldenkrise für Investoren, Sparer und Anleger? Die aktuelle Schuldenkrise basiert zu ganz erheblichem Maße auf der Banken- und Wirtschaftskrise von 2008. Einige Länder mussten ihr Bankensystem teuer stützen (so Deutschland und die USA) oder mussten ihre Wirtschaft durch neue Schuldenaufnahme ankurbeln. Nahezu alle Länder in Europa und Nordamerika haben sich übernommen, d.h. in den letzten Jahrzehnten über ihre Verhältnisse gelebt. Der Frage, welche Auswirkungen dies auf Sparer, Investoren und Anleger hat, geht SJB-FondsVerwalter Gerd Bennewirtz aus Korschenbroichauf den Grund.

Die niedrigen Zinsen der Staatsanleihen der südlichen Euroländer (jahrelang fast auf bundesdeutschem Niveau) haben Anleger, Sparer und Investoren diese Länder als grundsolide in ihrer Haushaltslage erscheinen lassen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei: Investoren, Sparer und Anleger werden für ihre Investments in Anleihen der Südschiene kräftig zur Kasse gebeten. Griechenland ist nach den Kursverlusten der eigenen Anleihen mit einer Rendite von bis zu 20,55 Prozent bei Anlegern, Sparern und Investoren der Spitzenreiter. Schlechte Schuldner werden von Sparern, Investoren und Anlegern also gnadenlos abgestraft.

Die wirtschaftlichen und sozialen Rahmendaten der Südschiene sind fatal. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, ineffiziente Bürokratie und Korruption grassieren. Die mediterranen Länder stecken in einem Dilemma: Sie müssen auf der einen Seite sparen, um Haushaltsüberschüsse zu erzielen. Auf der anderen Seite sollen sie die Wirtschaft ankurbeln um auch Sparer, Investoren und Anleger mit ihren Investments nicht endgültig zu verschrecken.

Anleger, Sparer und Investoren lassen wegen der daraus resultierenden geringen Wachstumszahlen seit Ende Juli 2011 die Investments in Aktien einbrechen und flüchten in sichere Häfen, z.B. die der Bundesanleihen. Zur Lösung des Schuldenproblems liegt immer noch die Option der Eurobonds auf dem Tisch. Die gesamte Eurozone haftet dann mit maximal 60 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts der hochverschuldeten südlichen Euroländer. Dies dürfte für Anleger, Sparer und Investoren auch Konsequenzen für ihre Investments in Bundesanleihen haben, wenn Deutschland nun für ein großes und unübersichtliches Schuldenvolumen einstehen muss. Weiterhin ist ein Eurobond quasi ein Freibrief für die Südländer, genauso weiter zu machen wie bisher – also Schuldenaufbau und nicht -abbau zu betreiben. Der erzieherische Effekt von hohen Zinslasten wäre dann nicht mehr vorhanden. Anleger, Investoren und Sparer tätigen somit Investments und tragen Risiken, die durch den Zinssatz nicht widergespiegelt würden.

Möglicherweise wäre es besser, wenn Spanien, Griechenland und Portugal die Eurozone verlassen würden, wie unlängst vom legendären Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini vorgeschlagen wurde. Die damit notwendige neue Währung dieser Staaten würde gegenüber dem Euro abwerten und Sparern, Anlegern und Investoren herbe Verluste für ihre Investments bescheren. Dies wäre für die Investments von Sparern, Anlegern und Investoren dann ein Ende mit Schrecken, aber immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.

Die vom Wirtschaftsweisen Peter Bofinger vorgeschlagene dritte Alternative, die Einnahmenseite der verschuldeten Länder zu erhöhen, sprich mehr Steuern zu kassieren um damit den Schuldenabbau zu finanzieren, dürfte bei breiten Bevölkerungsteilen auf wenig Gegenliebe stoßen. Die Bundesregierung vereinnahmt bereits jetzt mehr als 43 Prozent des BIP für sich. Richtig ist zwar, dass die Vermögenden sowieso relativ weniger ausgeben als beispielsweise Geringverdiener, dafür treten diese aber als Investoren, Sparer und Anleger mit ihren Investments entsprechend auf dem Kapitalmarkt auf.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die gesamte westliche Welt ist betroffen. Verschiedene Lösungsvorschläge liegen offiziell oder inoffiziell auf dem Tisch und sind alle schmerzhaft für Investoren, Anleger und Sparer. Bei Eurobonds würden die Zinsen mancher Länder in keinem Verhältnis zum Risiko stehen. Verluste sind für Anleger, Investoren und Sparer aber ebenfalls beim Austritt der Problemländer aus der Eurozone zu erwarten. Auch Bofingers Vorschlag, die Steuern zu erhöhen, wäre kontraproduktiv, da Sparern, Anlegern und Investoren dann weniger Kapital für entsprechende Investments in die eben definierten Problemländer zur Verfügung stünde. Investment ist für Sparer, Anleger und Investoren in diesem Umfeld schwierig, aber möglich. Die SJB weiß Rat, welche Fonds in einer solchen Marktumgebung sinnvollerweise gekauft werden können.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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Eine Antwort zu "Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Welche Konsequenzen hat die aktuelle Schuldenkrise für Investoren, Sparer und Anleger?"

  1. Der Abbau des Staates

    „Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben.“

    Silvio Gesell (Vorwort zur 4. Auflage der NWO, 1920)

    Das die Marktwirtschaft immer wieder zerstörende Negativprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz – sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten) kann erst dann durch eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform beseitigt werden, wenn die reale Angst vor der Auslöschung unserer gesamten „modernen Zivilisation“ größer geworden ist, als die seit Urzeiten eingebildete Angst vor dem „Verlust“ der Religion, die dem unbewussten Kulturmenschen die Illusion vermittelt, dass „diese Welt“ (Zinsgeld-Ökonomie) die beste aller möglichen Welten sei:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/666-tage.html

    In hohem Maß von der religiösen Verblendung betroffen sind – unabhängig von „Glaube“ (Cargo-Kult) oder „Unglaube“ (Ignoranz) – die Politiker, die aufgrund ihrer „gesellschaftlichen Position“ keine andere Möglichkeit sehen, als den durch die Zinsumverteilung verursachten sozialen Spannungen mit einem immer weiteren Ausbau des Staates entgegenzuwirken. Besonders deutlich wird dies in den verzweifelten Bemühungen, die bürokratische Monstrosität „Europäische Währungsunion“ vor dem Verfall zu bewahren. Ein aussichtsloser Kampf, den die „hohe Politik“ voraussichtlich bis Ende Oktober endgültig verlieren wird:

    http://www.swupload.com//data/Bundesregierung_110912.pdf

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