FondsAnbieter Union Investment: Marktticker

04. August 2016 von um 11:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter Union Investment: AktienFortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.

Globale Börsen im Seitwärtstrend

Die globalen Aktienmärkte haben in der abgelaufenen Woche überwiegend seitwärts tendiert. Der MSCI World Index zeigte per Donnerstagabend in lokaler Währung keine Veränderung. Am US-Markt liefen leichte Verluste auf, während in Europa tendenziell Kursgewinne erzielt wurden. Der EURO STOXX kletterte per Freitagnachmittag auf Wochensicht um 0,3 Prozent. Neben den politischen Entscheidungen der Notenbanken dominierte die Berichtssaison den Markt. Mittlerweile zeichnet sich ein überwiegend positiver Zahlenreigen ab, mit Ausreißern in beide Richtungen.

Amazon und Google überzeugen

Mit außergewöhnlich starken Zahlen konnte Amazon aufwarten. Der US-amerikanische Internet-Versandhändler nähert sich mit seinem Gewinn der Milliardenmarke, im zweiten Quartal lag der Erlös bei 857 Millionen US-Dollar und damit neun Mal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um fast ein Drittel auf rund 30 Milliarden US-Dollar. Der Markt hatte mit starken Zahlen gerechnet, die Aktie reagierte daher nur noch verhalten positiv. Nichtsdestotrotz hat der Titel seit Februar rund 50 Prozent zugelegt.

Auch Alphabet, die Mutterholding des Suchmaschinenbetreibers Google, konnte mit positiven Daten punkten. Der Gewinn kletterte um 43 Prozent auf fast fünf Milliarden US-Dollar, der Umsatz stieg um 21 Prozent. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr neu strukturiert wurde, konnte sein Geschäft in allen Bereichen ausbauen. Das kam auch an den Aktienbörsen gut an, das Papier steigerte sich nach Bekanntgabe der Daten um gut fünf Prozent.

Von derlei Zahlen können die Aktionäre der Deutschen Bank derzeit nur träumen. Das Institut ist im zweiten Quartal nur knapp an einem Verlust vorbeigeschrammt, als Erlös konnten gerade noch 18 Millionen Euro ausgewiesen werden. Das bedeutet einen Gewinneinbruch von 98 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Als Gründe wurden die Kosten für den Umbau der Bank und das schwierige Umfeld genannt. Vor allem im Wertpapiergeschäft blieb die Deutsche Bank hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie fiel unter die Marke von zwölf Euro, konnte sich später aber wieder etwas erholen. Nichtsdestotrotz liegt das Papier rund zwei Drittel unter seinem 52-Wochen-Schnitt. Von seinen Höchstständen oberhalb der 100-Euro-Schwelle ist der Titel ohnehin weit entfernt.

Licht und Schatten in der Chemieindustrie

In der deutschen Chemieindustrie wurden uneinheitliche Ergebnisse berichtet. BASF konnte trotz Rückenwinds durch den steigenden Ölpreis noch nicht von der Dynamik profitieren. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen fiel um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, der Umsatz schrumpfte um 24 Prozent auf 14,5 Milliarden. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn leicht unter dem Vorjahresniveau. Allerdings hatte BASF die Investoren gut auf die Nachrichten vorbereitet, der Aktienkurs reagierte daher nur leicht negativ.

Beim Konkurrenten Bayer lief es hingegen besser. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte um fast sechs Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, was am starken Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten lag. Erwartet worden war eine Entwicklung auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich machte Bayer einen Gewinn von 1,38 Milliarden Euro, ein Plus von mehr als 18 Prozent. Damit scheinen die Leverkusener für die geplante Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto gut gerüstet.

Renten

Hohe Nachfrage nach globalen Staatsanleihen

In einer Woche weiterer Notenbankentscheidungen waren Staatsanleihen gesucht. So gingen die Renditen von europäischen Kern- aber auch Peripherie-Anleihen teilweise deutlich zurück. Auch US-Treasuries konnten mit Kursgewinnen aufwarten. Japanische Staatspapiere wurden als Reaktion auf die Sitzung der Bank of Japan (BoJ) am Freitagmorgen hingegen allgemein veräußert. Die BoJ beschloss zwar eine Ausweitung ihrer Aktien-Käufe. Eine Vergrößerung des Ankaufvolumens von Staatsanleihen blieb aber ebenso aus wie das von einigen Beobachtern gemutmaßte „Helikopter-Geld“. Durch die Ankündigung der BoJ, im September die Wirksamkeit ihres gesamten Maßnahmenpakets überprüfen zu wollen, ist eine weitere geldpolitische Lockerung aber vorstellbar.

Fed wartet weiter ab

Die US-amerikanische Notenbank Fed hält ihre Geldpolitik hingegen erwartungsgemäß konstant. Die Sitzung am Mittwoch hielt keine Überraschungen parat. Allerdings rückte das Gremium von den ganz vorsichtigen Formulierungen der JuniSitzung ein Stück weit ab. So bewertete die Fed den Zustand des Arbeitsmarkts nun wieder deutlich positiver. Auch hätten die kurzfristigen Wachstumsrisiken abgenommen, was dafür spricht, dass die Fed – zumindest in den kommenden Monaten – nicht mit größeren Belastungen der Weltwirtschaft durch das Brexit-Votum rechnet. Dies wären eigentlich Argumente für eine Zinsanhebung in der nächsten Sitzung. Die Märkte bewegten sich aber in die andere Richtung: Renditen von USStaatsanleihen gaben moderat nach, der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro leicht.

Haushaltssünder kommen mit blauem Auge davon

Lange hatte die EU-Kommission mit sich gerungen, doch seit Donnerstag steht fest: Spanien und Portugal müssen für ihre mehrmaligen Verstöße gegen EU-Haushaltsvorgaben wohl keine harten Sanktionen fürchten. Die Kommission empfiehlt den EU-Finanzministern eine Strafe von symbolischen null Euro. Als Grund wurde die schwierige wirtschaftliche Lage in den iberischen Ländern angeführt. Zudem wurde positiv hervorgehoben, dass die Staaten in den vergangenen Jahren große Reform-Anstrengungen unternommen hätten. Ganz ungeschoren kommen die „Sünder“ allerdings nicht davon: So werden Strukturfonds ausgesetzt, was laut Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu bedeutenden Einschnitten in den jeweiligen Haushaltsentwürfen für 2017 führen dürfte. Staatsanleihen der beiden Länder waren dennoch gesucht. Zehnjährige Papiere aus Portugal rentierten am Donnerstagabend nach der Nachricht drei Basispunkte niedriger bei 2,97 Prozent. Ihre spanischen Pendants gewannen im Tagesverlauf zwei Basispunkte auf 1,09 Prozent.

Europas Banken vor dem Stresstest

Am Markt für Unternehmensanleihen blickt man gespannt auf die am heutigen Freitag nach US-Börsenschluss anstehende Veröffentlichung der Bankenstresstest-Ergebnisse. Vor allem die hohe Summe ausfallgefährdeter Kredite bei verschiedenen italienischen Instituten war zuletzt Gegenstand von Diskussionen. Bei der Banca Monte dei Paschi und Unicredit wurde bereits im Vorfeld über die Notwendigkeit von Kapitalerhöhungen spekuliert. Eine Zustandsbeschreibung von insgesamt 51 europäischen Geldhäusern und damit auch Antworten auf die Frage, wie sich Bank-Anleihen in den nächsten Tagen entwickeln dürften, gibt es Freitagabend.

Ausblick

Verschiedene Konjunkturindikatoren bilden einen Schwerpunkt der kommenden Kapitalmarktwoche. Der Montag steht dabei im Zeichen des Verarbeitenden Gewerbes: Sowohl in Europa als auch in China und den USA werden entsprechende Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Für den „alten Kontinent“ steht die Frage im Fokus, inwiefern sich die BrexitUnsicherheiten bereits in der Stimmung der IndustrieUnternehmen bemerkbar machen. Diesem Thema dürfte sich auch die Bank of England widmen, die am Donnerstag Auskunft über ihren geldpolitischen Kurs geben wird. Eine Zinssenkung ist nicht ausgeschlossen. Chinas Verarbeitendes Gewerbe bewegt sich schon seit längerem mit wenig Dynamik um die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Mit einem erwarteten Nachlassen der staatlichen Konjunkturmaßnahmen dürfte sich daran auch im Juli nichts geändert haben.

Einen Einblick in die US-Wirtschaft gibt am Monatsanfang traditionell der Arbeitsmarktbericht. Nachdem der Mai deutlich negativ, der Juni hingegen stark positiv überrascht hatte, soll der Juli nun eine Bestätigung des einen oder des anderen Trends liefern. Analysten rechnen aktuell mit einem weiter robusten Stellenaufbau in den USA.

Zusätzlich zu den US-Unternehmen berichten nun auch immer mehr Schwergewichte aus dem Deutschen Aktienindex über das abgelaufene zweite Geschäftsquartal – mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während von der Allianz aufgrund der höheren Belastung durch Naturkatastrophen ein schwächeres Zahlenwerk erwartet wird, sehen die Analysten BMW auf dem richtigen Weg. Der Münchner Autobauer hatte bereits vorab berichtet, dass der Absatz bei seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im ersten Halbjahr 2016 um fast sechs Prozent angestiegen war.

 

union investmentÜber Union Investment
Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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