FondsAnbieter-Union Investment: DAX schließt über 10.000

18. Juni 2014 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter-Union Investment: Nur ein Strohfeuer oder besteht weiteres Kurspotenzial?

Der deutsche Aktienindex (DAX) hat zu Wochenbeginn erstmals in seiner Geschichte oberhalb der Schwelle von 10.000 Zählern geschlossen. Die Aussicht auf verbesserte Wachstumszahlen der deutschen Wirtschaft, ermutigende konjunkturelle Daten der Eurozone und vor allem die erneute Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank haben den Aufwärtstrend der vergangenen zwei Jahre bis zum Durchbruch der 10.000-Punkte-Linie fortgesetzt. Am Pfingstmontag sollen es dann verbesserte Exportdaten aus China und die nach oben korrigierte BIP-Zahlen aus Japan gewesen sein, die den Index der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften beflügelte. Auffällig war allerdings, dass der Leitindex erst kurz vor Schluss und bei geringen Umsätzen anstieg.

Doch wie geht es jetzt weiter? Die Stimmung ist noch lange nicht derartig euphorisch, dass die Rally schon beendet scheint. Das Beispiel Lufthansa zeigt zwar, dass bei schlechten Nachrichten der Verkaufsdruck hoch werden kann. In Summe gibt es aber gute Gründe, dass sich der DAX-Aufstieg des Jahres 2014 noch eine Weile fortsetzen wird. Denn die Rahmenbedingungen in der aktuellen Marktphase sind fundamental anders

gelagert als bei den Rallys der Jahre 2000 und 2007. So sind die Bewertungen der Aktien im Index deutlich niedriger als beispielsweise zu Zeiten des Neuen Markts. Zuletzt wies der DAX ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 auf – verglichen mit über 30 um das Jahr 2000. Darüber hinaus ist der DAX, wenn man allein die Kurse betrachtet, keinesfalls auf Rekordstand. Der Index, wie er von der Deutschen Börse berechnet wird, ist ein so genannter Performance-Index, das heißt: Bei der Indexberechnung werden auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt. Wenn man aber nur die Preisentwicklung der 30 Titel im Index betrachtet, dann zeigt sich ein anderes Bild. Der so genannte DAX-Kursindex liegt heute noch ca. drei Prozent niedriger als beispielsweise vor Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007. Von den Werten im März des Jahres 2000 ist das Barometer mit derzeit rund 5.080 Punkten noch gut 1.000 Zähler entfernt. Zum Vergleich: Der US-Index S&P 500 liegt heute 21 Prozent über dem Höchststand aus dem Jahr 2007 – ohne Dividenden! Hier zeigt sich also auch, dass der Euroraum gegenüber den USA noch Nachholbedarf hat.

Die aktuelle Situation an den Märkten ist verglichen mit den damaligen Börsenzyklen besser – aber sie ist auch vorteilhafter als noch vor zwei Jahren, als der DAX schon einmal zum Höhenflug ansetzte. Die Reformen der Peripherieländer greifen, die Risiken aus der Staatsschuldenkrise sind zwar nicht verschwunden, aber doch weitgehend eingegrenzt. Folgerichtig haben sich die konjunkturellen Vorzeichen für die gesamte Währungsunion deutlich verbessert – und Deutschland als Exportnation kann davon überdurchschnittlich profitieren. Es herrscht also eine gute Ausgangslage für weitere Gewinnsteigerungen der hiesigen Unternehmen. Denn die Hausse wurde bislang vor allem durch eine Ausweitung der Bewertung getrieben, die zuvor sehr niedrig war. Eine zunehmende Gewinndynamik sollte nun die Kurse weiter beflügeln können, ohne dass der Aktienmarkt teurer wird. Dass es auf dem Weg zum nächsten Meilenstein in der DAX-Historie zu Rückschlägen kommen und das Tempo des Anstiegs nachlassen kann, ist unbestritten. Immerhin hat der DAX zwei sehr starke Aktienjahre hinter sich. Die Chancen, dass diesen beiden Jahren mit positiver Wertentwicklung ein drittes folgt, sind aber so gut wie lange nicht.

 

Über Union Investment

Mit rund 4,3 Millionen Kunden ist die Union Investment Gruppe einer der führenden Fondsanbieter in Deutschland und bietet Asset Management für private und institutionelle Anleger. Das Leistungsspektrum reicht von Renten-, Wertpapier- und Immobilienfonds über Vermögensverwaltung bis hin zu branchen- und firmenspezifischen Angeboten der betrieblichen Altersvorsorge. Insgesamt verwalten über 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kundengelder in Höhe von 180,8 Milliarden Euro.

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