FondsAnbieter- GAM: Indiens neue Steuerreform soll Wirtschaftswachstum ankurbeln

01. September 2016 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFondsAnbieter- FondsAnbieter- GAM: Einführung einer einheitlichen Goods and Services Tax (GST) beschlossen

Vereinfachte Steuerstruktur lockt ausländische Investoren

Ihre Werbung. Hier?Wetterphänomen La Nina sorgt für Wachstumsschub in ländlichen Gegenden

Bereits jetzt weist Indien ein beträchtliches Bruttoinlandsprodukt auf: Im zweiten Quartal 2016 verbuchte es ein jährliches Wachstum von 7,1 Prozent. Madhav Bhatkuly, Manager des GAM Star India Aktienfonds, weiß, warum Indien auch weiterhin Potenzial birgt.

„Durch die Einführung der landesweiten Steuer auf Waren und Dienstleistungen (Goods and Services Tax, oder GST) könnte Indiens Wirtschaft in naher Zukunft einen zusätzlichen Wachstumsschub von 80 zu 200 Basispunkten bekommen“, sagt Madhav Bhatkuly. Die Steuerreform werde zudem eine positive sektorübergreifende Wirkung auf viele Industriezweige haben und somit den Aktienmarkt anheizen. „Für Indien ist die verabschiedete einheitliche Mehrwertsteuer ein Meilenstein“, so Bhatkuly. „Die Reform könnte Handelsbarrieren abbauen, unnötige Kostenfaktoren eliminieren und auch ein langfristig stärkeres Wachstum aufrechterhalten.“ Allgemein wird die einheitliche Mehrwertsteuer daher positiv aufgenommen, doch die dafür nötige Verfassungsänderung ist noch nicht abgeschlossen. Bevor die Höhe der einheitlichen Steuer festgelegt werden kann und die Steuer rechtskräftig wird, muss die Änderung erst von einer Reihe von Regionalparlamenten abgesegnet werden.

Logistikbranche profitiert am stärksten

Bislang werden in Indien unzählige einzelne Staats- und Nationalsteuern auf eine Reihe von Gütern und Dienstleistungen erhoben. „Somit eliminiert die neue national einheitliche Steuer nicht nur den indischen Behördendschungel, sondern schafft gleichzeitig einen funktionalen, vereinfachten nationalen Markt“, sagt Bhatkuly. Das übergeordnete Ziel der Reform sei es, Geschäftstransaktionen zu vereinheitlichen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen – sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Abkommen.

„Wir erwarten, dass besonders Unternehmen in der Logistik und im Lagergeschäft stark von der Einführung der GST profitieren werden, da die momentan schwierige Steuerstruktur den Sektor hemmt“, so Bhatkuly. Eine reibungslose Distribution von Gütern sei aufgrund der Steuerunterschiede je nach Staat bislang schwierig gewesen. Mit dem neuen Steuergesetz könnten nun Warenlagerparks entwickelt werden, ohne auf steuerliche Gesichtspunkte zu achten. „Bei ausländischen Private-Equity-Käufern wird diese Entwicklung auf großes Interesse stoßen, da sie die Kosten besser kontrollieren können“, prognostiziert Bhatkuly.

Wetterphänomen als wachstumsfördernder Faktor

Darüber hinaus werden weitere Faktoren für einen Wachstumsschub bei indischen Aktien sorgen, weiß Bhatkuly. Nach zwei aufeinanderfolgenden Dürren aufgrund von Wetterphänomen El Nino, hat das indische Met Office nun eine positive Prognose abgeben: La Nina werde zwei Jahre lang überdurchschnittlich viel Regen bringen. „Dieses Phänomen wird die Nachfrage besonders in ländlichen Regionen ankurbeln“, sagt Bhatkuly.

Außerdem soll die Inlandsnachfrage durch die letzte Überprüfung der Beamtenvergütung verstärkt sein. Die Regierung beschloss wegen höheren Lebenshaltungskosten, herbeigehführt durch eine mehrjährige Inflation, eine Gehalts- und Rentenerhöhung ab Januar 2016 von 23,6 Prozent für zehn Millionen der zentralen Mitarbeiter und pensionierten Beamten   insgesamt 15 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 0,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). „Die Auswirkungen der Erhöhung werden sich sehr wahrscheinlich über die nächsten zwölf Monate verteilen. Historische Daten belegen, dass solche Vergütungserhöhungen in der Vergangenheit zu einem Anstieg des Absatzes von langlebigen Konsumgütern geführt haben. Dies sollte einen kräftigen Impuls für indische Aktien ergeben“, prognostiziert der Indienexperte.

Zusammenfassend sieht Madhav Bhatkuly einen allmählichen positiven Wandel in den Handelsbeziehungen mit Indien. „Die Steuerreform wird den indischen Binnenhandel und die Geschäftsspielräume für Unternehmen signifikant verbessern. Eine zeitnahe, problemlose Umsetzung des GST-Gesetzes wird der Schlüssel zum Erfolg sein“, so Bhatkuly.

 

gamGAM. Hintergründig.

GAM wurde 1983 als FondsTochter der UBS gegründet. Von 1999 bis 2005 gehörte die Gesellschaft zum Bankhaus Julius Bär. Seit September 2009 ist GAM selbständig. Fonds: 450. Verwaltetes Vermögen: 36,9 Mrd. Euro. Anzahl der Mitarbeiter: 760. Geschäftsführer: David M. Solo.

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