FondsAnbieter-DJE: Goldport Stabilitätsfonds – aktuelle Stellungnahme zum Kursrückgang des Goldpreises und Beurteilung der gegenwärtigen Lage

23. April 2013 von um 11:00 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!FondsAnbieter-DJE: Der Goldpreis in USD hat binnen zwei Handelstagen im April auf Schlusskurbasis fast 13% an Wert verloren. Dies war der größte Kursrutsch seit mehr als 30 Jahren. Aktuell notiert der Goldpreis damit fast 30% unter den Höchstkursen vom September 2011. Seit dem Beginn des Fiskaljahres 2013 liegt das Minus beim USD-Goldpreis damit bei mehr als 15%. Gold zählt damit im bisherigen Jahresverlauf zu den enttäuschendsten Anlagen. Noch zu Jahresbeginn haben die meisten Analysten und Banken einen Goldpreisanstieg auf teilweise mehr als 2000 USD je Feinunze im Jahr 2013 prognostiziert. Von diesen Kursprognosen sind inzwischen aber nahezu alle relevanten Marktteilnehmer weit abgerückt. Analysten und Banken erwarten nunmehr bis Jahresende deutlich niedrigere Goldpreise. Die Prognosen bewegen sich dabei überwiegend im Bereich von 1.250 – 1.350 USD je Feinunze. Darüber hinaus wird in den Medien vermehrt die Schlagzeile verbreitet, dass der Goldboom nun vorbei und der zwölf Jahre anhaltende Aufwärtstrend des Goldpreises gebrochen ist. Aus dem Blickwinkel der Markttechnik ist eine solche Entwicklung (vorherrschender Pessimismus) zu begrüßen. Nichts desto trotz könnte es noch dauern bis die Notierungen für Gold wieder stärker ansteigen.

Der Kursrückgang am Freitag (12.4) und am Montag (15.4) ist auf verschiedene Einflussfaktoren zurückzuführen. Einerseits wurden viele charttechnische Unterstützungen nach unten durchbrochen (1.550/1.540/1.525 –hier stoppten seit 2010 sämtliche Korrekturen beim Goldpreis sowie 1.500/1.400). Das Unterbieten dieser Marken löste vor allem, seitens automatischer Handelssysteme, Verkaufsorders aus, da viele Anleger hier Stop-Loss Marken gesetzt haben. Ferner belasteten am Montag schwache Wirtschaftsdaten aus China. China ist nach Indien der zweitgrößte Goldkäufer weltweit. 2013 dürfte die Nachfrage sowohl aus China wie auch aus Indien unter derjenigen aus 2012 liegen, was auf die weitere Goldpreisentwicklung einen dämpfenden Einfluss haben könnte. Ferner werden Goldanlagen derzeit aufgrund des weltweit nachlassenden Inflationsdrucks nicht als Inflationsschutz nachgefragt. Auch spekulieren viele Anleger darauf, dass die amerikanische Notenbank FED bereits in diesem Jahr eine Zinserhöhung und damit ein Ende der lockeren monetären Politik vornehmen könnte. Aufgrund der nach wie vor schwachen Entwicklung auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt hält das Fondsmanagement des GoldPort Stabilitätsfonds eine Zinserhöhung 2013 in den USA aber für unwahrscheinlich. Belastend wirkte auch die Ankündigung, dass die zypriotische Notenbank ihre Goldreserven verkaufen muss. Diese löste unter vielen Investoren die Furcht aus, dass auch große Goldhalter wie Italien oder Spanien gezwungen werden könnten, ihre Goldbestände zu verkaufen. Italien und Frankreich verfügen jeweils immerhin über 2.400 Tonnen an Goldreserven. Sollten größere Teile dieser auf den Markt kommen, würde dies den Goldpreis weiter drücken.

Die Entwicklung bei Gold und anderen Edelmetallen könnte daher in den nächsten Tagen/Wochen turbulent bleiben. Das Fondsmanagement des GoldPort Stabilitätsfonds hat die Goldgewichtung im Vergleich zur durchschnittlichen Gewichtung im Zeitraum 2010-2012 bereits zu Jahresbeginn 2013 reduziert. Die physischen Goldbestände (bei Credit Suisse in der Schweiz eingelagerte Barren- Auslieferung jederzeit möglich) werden aber auch weiterhin ein Kernbestandteil des Fonds bleiben.  Derzeit kann niemand genau sagen, ob die extremen Ankurbelungsmaßnahmen der amerikanischen und der japanischen Notenbank am Ende nicht doch eine inflationäre Wirkung erzeugen werden. Ferner ist längerfristig – trotz temporär immer wieder schwächerer Wachstumsphasen – mit einer positiven Entwicklung der Goldnachfrage aus Schellenländermärkte zu rechnen. Der jüngste Goldpreisverfall, könnte die Probleme auf der Angebotsseite weiter verschärfen, denn neue Minenprojekte, welche notwendig sind, um die jährliche Gesamtförderung in Höhe von rund 2.800 Tonnen aufrechtzuerhalten, erwirtschaften überwiegend erst bei Goldpreisen von mehr als 1.500 USD/Unze positive Renditen auf das eingesetzte Kapital.

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