StandPunkte: Griechenland pleite.

12. September 2011 von um 17:02 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte: Im Grunde tut es nichts zur Sache, ob Griechenland wirklich pleite ist oder Anleger noch kaufen. Im Interesse der Investoren handeln die Politiker in Griechenland längst nicht mehr. Kaufen Griechen griechische Aktien? Stattdessen heroisiert Griechenland seine bevorstehende Pleite. Premier Giorgos Papandreou kämpft einen „Titanenkampf” um die nächste Kredittranche in Höhe von acht Milliarden Euro. Werden Anleihen oder Aktien für Investoren dadurch vertrauenswürdiger? Abwehren lässt sich die Pleite auch durch Kaufen nicht mehr. Die bessere Alternative sind Fonds mit deutschen Aktien, sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB.Liebe FondsBlogger, jetzt muss sich Griechenland aber warm anziehen. „Keine Denkverbote mehr“, droht Vize-Kanzler Philipp Rösler, FDP. Wer die Währungsunion in Schwierigkeiten bringe, solle „damit rechnen, die Währungsunion verlassen zu müssen“, droht ungefragt die CSU. Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble, CDU, will sich die Griechen jetzt kaufen. Griechenland habe die Voraussetzungen für die Abwehr der Pleite und die nächste Hilfstranche bisher nicht erfüllt.

Ist deswegen der Geldhahn für Griechenland zu, sind die Aktien für Cent-Beträge zu kaufen? Ach was. Das ist, Pleite hin oder her, symbolische Politik reinsten Wassers. Damit bezeichnen professionelle Investoren politisches Verhalten, das auf die Kraft und Wirkung von Symbolen vertraut statt auf Taten. Symbolische Politik wird gewöhnlich eingesetzt, um über fehlendes politisches Handeln hinwegzutäuschen oder nur mäßiges politisches Handeln zu kompensieren. Hauptsache, die Wähler kaufen es ab. Dazu wird eine Begrifflichkeit gewählt, die dazu dient, konkrete Fakten mittels politischer Symbolik zu überhöhen („Titanenkampf“) oder herabzusetzen („Denkverbote“).

Symbolische Politik entfaltet sich im semantischen Raum, für den sich Investoren meist nichts kaufen können. In der Realität der Anleihen und Aktien wird Ratingagentur Moody’s in den kommenden Tagen die Kreditwürdigkeit der drei größten französischen Banken BNP Paribas, Société Générale und Crédit Agricole herabsetzen. Grund: Sie mussten ja unbedingt im großen Stil griechische Staatsanleihen kaufen. Ein Zahlungsausfall in Griechenland schlägt bei den Aktien der Franzosen voll durch. Auch ohne Abstufung oder Abschreibungen verloren die Aktien Milliarden: BNP Paribas seit Anfang August 16,8 Milliarden Euro und Société Générale 12,3 Milliarden Euro.

SJB FondsSkyline. Fazit. Die Franzosen kaufen einander ab, dass die Investoren die bevorstehenden Herabstufungen in den Kursstürzen der Aktien bereits eingepreist haben. Und wenn nicht? Zählen wir aus Sicht der Investoren zusammen: Griechenland ist pleite. In Frankreich brechen die Aktien der Banken weg. Beim IWF kursiert ein internes Papier, nach dem im Euro-Notfall die Reserven von 390 Milliarden US-Dollar knapp werden. Dadurch lassen sich die bösen Geister nicht kaufen. Die notwendige Hilfe in der Schuldenkrise wird beim IWF auf 840 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Und Deutschland? Während Deutschlands Politiker wahlweise Griechenland retten oder verdammen, freut sich der deutsche Mittelstand über die neuesten Makrodaten aus China. Über zwölf Monate sind die chinesischen Importe um 30,2 Prozent in die Höhe geschossen. Nix Symbole. Die mittelständischen Unternehmen aus Deutschland lassen Taten sprechen. Und die Aktien sind günstig zu kaufen. Ein Vorbild für Griechenland.

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