Fonds-Anbieter- Union Investments: Marktticker

25. Januar 2017 von um 10:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

unabhaengigkeitFonds-Anbieter- Union Investments: AktienSJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.

Zurückhaltung vor Trump-Vereidigung

Im Vorfeld zu Donald Trumps Amtseinführung verhielten sich die Anleger eher abwartend. Zweifel an den Versprechen des künftigen US-Präsidenten mehrten sich, was die Aktienkurse drückte. Am Freitagnachmittag notierten US-Börsen auf Wochensicht relativ ausgeglichen. Der marktbreite S&P 500 Index lag unverändert, während der Dow Jones Industrial Average 0,3 Prozent verlor. In Europa verbuchte der EURO STOXX 50 einen Verlust von 0,5 Prozent. Der Dax konnte zwischenzeitliche Kurseinbußen im Nachgang der Brexit-Rede von Großbritanniens Premierministerin Theresa May wieder aufholen. Global betrachtet notierte der MSCI World im Wochenvergleich 0,7 Prozent leichter.

Finanzwerte im Fokus

Die Berichtssaison zum vierten Quartal nahm mit den Finanzwerten ordentlich Fahrt auf. Diese Woche berichteten die US-amerikanischen Großbanken Morgan Stanley, Citigroup und Goldman Sachs. Alle überzeugten mit positiven Ergebnissen. Vor allem die Trump-Rally Ende 2016 und die steigenden Zinsen gaben den Finanzriesen Rückenwind. Da jedoch bereits zahlreiche positive Nachrichten in den Kursen eingepreist waren, reagierten die Aktien nach Zahlenvorlage wenig verändert.

Daneben konnte sich die Deutsche Bank, im Rahmen unsauberer Hypothekengeschäften, mit den US-Behörden endgültig auf eine Vergleichssumme von 7,2 Milliarden US-Dollar einigen. Hiervon gehen 4,1 Milliarden US-Dollar als finanzielle Zugeständnisse an Kunden und 3,1 Milliarden US-Dollar als Geldbuße an das Justizministerium. Deutschlands größtes Geldhaus zahlt damit offiziell die höchste Strafe, welche je in dieser Sache verhängt wurde. Für Vorstandschef John Cryan ist dies dennoch ein Verhandlungserfolg, da im Herbst 2016 noch eine Strafe von bis zu 14 Milliarden US-Dollar im Raum stand.

Zalando enttäuscht trotz Rekordumsatz

Auf dieser Seite des Atlantiks, berichtete legte unter anderem Zalando seine Zahlen vor. Mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro konnte der Online-Modehändler erstmalig die Marke von einer Milliarde Euro knacken. Dennoch enttäuschte das Ergebnis Analysten, welche mit höheren Einnahmen gerechnet hatten. Aufgrund dessen sowie einiger Gewinnmitnahmen fiel die Aktie zeitweise um mehr als sieben Prozent.

Fusionen im Trend

Eine weitere Fusionsankündigung kam vom weltgrößten Brillenhersteller Luxottica und dem Gläserproduzenten Essilor. Die Reaktionen auf den Deal waren weitgehend positiv, da ein neuer, starker Branchenprimus entstehen würde, der von der Herstellung bis zum Verkauf von Brillengläsern und -gestellen alle Bereiche der Wertschöpfungskette abdeckt. Auch die Aktienkurse der beiden Unternehmen reagierten positiv. Essilor-Papiere stiegen in Paris zeitweise um rund 19 Prozent, Luxottica konnte in Mailand mit einem Plus von 15 Prozent den größten Tagesgewinn seit etwa 17 Jahren hinlegen.

Einen weiteren Merger gaben British American Tobacco (BAT) und der Konkurrent Reynolds bekannt. Die Kaufvereinbarung belaufe sich auf rund 49,4 Milliarden US-Dollar. BAT hatte sein Angebot erhöht, nachdem Reynolds zuvor eine Offerte über rund 47 Milliarden US-Dollar noch abgelehnt hatte. Klappt die Übernahme, könnte BAT der nach eigenen Angaben größte börsennotierte Tabakkonzern nach Umsatz und Ertrag werden. Damit würde BAT an der Spitze den Marlboro-Hersteller Philip Morris ablösen.

Renten

EZB ohne Beschlüsse

Vorerst unverändert bleibt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Auf der regulären Januar-Sitzung am Donnerstag wurden die maßgeblichen Zinssätze beibehalten. EZB-Präsident Draghi berief sich in erster Linie auf die nach wie vor geringe Kerninflationsrate, welche die derzeitige expansive Geldpolitik rechtfertige. Die Abwärtsrisiken für das Wachstum im Euroraum würden zudem noch überwiegen.

Bei dem einen oder anderen Marktteilnehmer entstand der Eindruck, dass EZB-Präsident Draghi bewusst die Wachstums- und Inflationsdaten herunterspielte, um das Thema Tapering (Reduzierung der monatlichen Anleiheankäufe) kleinzuhalten. Dieses ist mitnichten vom Tisch und dürfte uns trotz der Beschwichtigung der EZB im weiteren Jahresverlauf erhalten bleiben. Von der US-Notenbank gab es ebenfalls am Donnerstag moderate Töne. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen bekräftigte in einer Rede bezüglich weiterer Leitzinserhöhungen eine eher vorsichtige Vorgehensweise. Mit einer graduellen Anhebung dürfte die Fed den Markterwartungen gerecht werden.

Die Märkte reagierten kaum auf die Zentralbanken, tendierten aber in der Berichtswoche etwas leichter. Am US-Markt rentierten zehnjährige Treasuries mit 2,5 Prozent zehn Basispunkte höher als noch in der Vorwoche. Auch an den europäischen Staatsanleihemärkten erhöhte sich die Verzinsung um bis zu zehn Basispunkte. Die deutsche Zinsstrukturkurve tendierte bei Laufzeiten bis zu zehn Jahren etwas steiler, darüber verschob sich die Kurve gleichmäßig um bis zu acht Basispunkte nach oben. Ausnahme im leicht schwächeren Gesamttrend (iBoxx Euro Sovereign) war Portugal, welches unverändert tendierte. Dort waren die Zinsen bereits zum Anfang des Jahres deutlich angezogen, sodass hier zuletzt eine Konsolidierung zu beobachten war.

Italiens Rating herabgestuft

Thema zu Wochenbeginn war die Herabstufung von Italiens Kreditwürdigkeit durch die kanadische Ratingagentur DBRS. Die nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum und dem Rücktritt von Ministerpräsident Renzi gestiegene politische Unsicherheit spiegelte sich in einer Absenkung um eine Stufe von „A“ auf „BBB“ wider. Der Ausblick wurde auf „stabil“ gesetzt, damit dürften sich zumindest auf kurze Sicht keine weiteren Verschlechterungen ergeben. Die DBRS war die letzte der von der EZB akzeptierten Rating-Agenturen, die Italien noch mit einem A-Rating versehen hatte.

Nachteile ergeben sich hieraus vor allem für die Banken. Diese werden bei der Einlieferung italienischer Staatsanleihen als Sicherheit aufgrund der Herabstufung nun höhere Abschläge hinnehmen müssen. Deutliche Marktreaktionen hierauf blieben allerdings aus, da die Mehrheit der Marktteilnehmer wohl mit einem entsprechenden Rating-Urteil gerechnet hatte. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatspapiere zog wie an den anderen europäischen Märkten aber um einige Basispunkte an.

Neuemissionsflut hält an

Nach seit Jahresbeginn umfangreichen Neuemissionen bei Staatsanleihen, Unternehmenspapieren und gedeckten Schuldverschreibungen (Covered Bonds) sprang in der Berichtswoche nun auch der Neuemissionsmarkt in den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) an. Über alle Regionen hinweg wurden Anleihen im Gesamtwert von 20 Milliarden US-Dollar angeboten, die von den Anlegern gut nachgefragt wurden und deshalb auch nur geringe Zeichnungsprämien aufwiesen.

Ausblick

Mit Ablauf der aktuellen Berichtswoche wird Donald Trump als 45. US-Präsident vereidigt. Gespannt schauen die Marktteilnehmer nun auf die Handelspolitik der neuen US-Regierung. Wie wird sich das Verhältnis zu China entwickeln? Ob auf die bislang erfolgte Kritik an den Handelsbeziehungen zu China und dessen Währungsmanagement (Renminbi) nun rasche Maßnahmen ergriffen werden oder der Dialog folgt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist die neue US-Regierung in den kommenden Wochen jederzeit für überraschende Schlagzeilen gut und kann damit für eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten sorgen.

Bezüglich der Fundamentaldaten steht am Freitag das Bruttoinlandsprodukt der USA im vierten Quartal an. Nach Einschätzungen der Marktteilnehmer dürfte ein solides, wenngleich auch eher unspektakuläres Wachstum erzielt worden sein. Hierzu dürfte in erster Linie der private Konsum als wichtigste Stütze beigetragen haben.

Für Deutschland, Frankreich und den Euroraum werden am Dienstag die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und Dienstleistungen im Januar bekanntgegeben. Darüber hinaus steht am Mittwoch für Deutschland der Ifo-Index auf der Agenda. Bei beiden Barometern dürfte nach einem vorherigen Anstieg nun ein leichter Rückgang nicht überraschen.

Darüber hinaus stehen in der neuen Woche wieder zahlreiche Unternehmensergebnisse aus dem vergangenen vierten Quartal an.

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