Fonds-Anbieter: Union Investment: Marktticker

22. März 2017 von um 10:30 Uhr
Anbieter. Berichten.Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

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Börsen weiterhin ohne große Veränderungen

Die weltweiten Aktienmärkte präsentierten sich auch in der zurückliegenden Handelswoche in einer engen Handelsspanne: Die Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed war von den Marktteilnehmern bereits erwartet worden (s. Rententeil) und auch der Wahlausgang in den Niederlanden sorgte für keine großen Impulse. Der DAX konnte leicht zulegen und übersprang die 12.000 Punkte-Marke erneut. Der Euro STOXX 50 konnte ebenfalls leichte Zugewinne erzielen. Die Börsen in den USA tendierten kaum verändert.

E.ON mit Rekordverlust

Am Mittwoch hat der Essener Energiekonzern E.ON schwache Zahlen für das Jahr 2016 vorgelegt: Die Gesellschaft verbuchte einen Rekordverlust von 16 Milliarden Euro, den höchsten der Firmengeschichte. Gründe für den Fehlbetrag sind die gesunkenen Strompreise im Großhandel (Solar- und Windstrom werden bevorzugt in die Netze eingespeist) und vor allem die Belastungen aus dem von der Bundesregierung im Nachgang der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 beschlossenen Atomstieg. Als Folge der sinkenden Großhandelsstrompreise hatte E.ON seine Kraftwerkssparte Uniper an die Börse gebracht, allerdings nicht ohne Abschreibungen in Milliardenhöhe darauf vornehmen zu müssen.

Als Folge der schlechten Unternehmenssituation sind Einsparungen geplant: Mehr als 1.000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, hinsichtlich der Dividende ist für das Geschäftsjahr 2016 eine Kürzung von 50 auf 21 Cent vorgesehen. Ab 2018 sind jährliche Einsparungen in Höhe von 400 Millionen Euro geplant. Der nach Marktkapitalisierung einst wertvollste deutsche Konzern hat in den vergangenen fünf Jahren knapp zwei Drittel seines Börsenwerts eingebüßt. Bereits am heutigen Freitag folgten die nächsten Neuigkeiten: Im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens hat E.ON über eine Kapitalerhöhung rund 1,35 Milliarden Euro zur teilweisen Finanzierung der Mitte des Jahres anstehenden Zahlung an den staatlichen Atomfonds in Höhe von zehn Milliarden Euro erlöst.

Deutsche Lufthansa mit Einigung im Tarifkonflikt

Bei der Deutschen Lufthansa laufen die Geschäfte trotz der Belastungen durch Streiks gut: Für 2016 meldete das Unternehmen ein Rekordergebnis von 1,78 Milliarden Euro (ein Anstieg von 4,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2015) und profitierte dabei von den im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gesunkenen Treibstoffkosten. Im laufenden Jahr dürften diese Kosten jedoch wieder ansteigen.

Erfreulich für die Gesellschaft war außerdem, dass im seit Jahren andauernden Tarifkonflikt mit der Pilotenvereinigung Cockpit eine Einigung erzielt wurde: Diese entlastet die Pensionsverbindlichkeiten der Lufthansa im hohen dreistelligen Millionenbereich. Die Gefahr von neuen Streiks der Piloten ist damit ebenfalls für die nähere Zukunft beseitigt. Seit 2014 gab es seitens der Flugzeugführer immerhin 14 Arbeitsniederlegungen, diese verursachten alleine im Jahr 2016 Kosten von 100 Millionen Euro.

Im Gegenzug wird der Konzern durch den Lohnabschluss mit Kosten von 85 Millionen Euro pro Jahr belastet. Die Dividende soll bei 50 Cent je Anteilsschein verbleiben. Die Nachrichten der Woche wurden vom Kapitalmarkt äußerst positiv aufgenommen: Die Aktien des Kranichs konnten deutlich zulegen und notierten heute oberhalb der Marke von 15 Euro auf dem höchsten Stand seit 2014.

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