Bennewirtz-SJB-Fonds-Spezialist-Anleger-Wissen: Was ist die Sharpe Ratio und was sagt sie dem FondsAnleger?

24. August 2011 von um 22:15 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!SJB-Fonds-Wissen-Sharpe-Ration: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die Wissensfrage heute, die im Zusamenhang mit Investmentfonds steht: Was ist die Sharpe Ratio und was sagt sie dem FondsAnleger? Experten wie Laien streiten darüber, ob die Sharpe Ratio eine aussagekräftige Kennziffer bei der FondsAnalyse ist. Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist aus Korschenbroich erklärt, wie die Kennzahl berechnet wird und äußert sich dazu, ob die Sharpe Ratio ein geeignetes Auswahlkriterium für Investmententscheidungen im FondsBereich darstellt.

Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer gibt darüber Auskunft, wie sich die Wertentwicklung eines Fonds im Vergleich zu einem „risikolosen“ Investment verhält. Als risikoloser Zins wird dabei die Anlage in kurzlaufende Staatspapiere eines mit Top-Rating (üblicherweise AAA) ausgestatteten Landes definiert. Also der Geldmarkt in Deutschland und klassischerweise auch den USA, obwohl diese gerade ihr uneingeschränktes AAA-Rating verloren haben.

Zur Ermittlung der Sharpe Ratio wird die Rendite eines Fonds zu der am risikolosen Geldmarkt zu erzielenden Rendite ins Verhältnis gesetzt. Damit ist die Sharpe Ratio die Kennziffer für einen Rendite-Risiko-Vergleich zwischen unterschiedlichen Geldanlagen. Liegt die Kennzahl im positiven Bereich, ist dies ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition rentabler ist, als die risikolose Platzierung des Kapitals am Geldmarkt. Ein negativer Wert der Sharpe Ratio bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt, erzielt eine geringere Rendite für den Investor.

Rechnerisch ermittelt wird die Sharpe Ratio, indem die durchschnittliche Überrendite z.B. eines Fonds in Relation zur Volatilität der Rendite gesetzt wird. Ein Beispiel: Am risikolosen Geldmarkt lassen sich 2,0 Prozent Rendite erzielen, ein Fonds erwirtschaftet im selben Zeitraum eine Rendite von 4,0 Prozent bei einer Volatilität von 10,0 Prozent. In diesem Fall beträgt die Sharpe Ratio 0,2. In der Praxis weist ein AnleihenFonds wie der Parvest Bond World Inflation-Linked (WKN A0KE4Y, ISIN LU0249356808) über ein Jahr eine Sharpe Ratio von 0,81 auf. Der Fonds erzielt also (selbst unter Berücksichtigung der höheren Volatilität) ein besseres Ergebnis als der Geldmarkt.

Ist ein Fonds an einem fallenden Markt investiert, kann er eine negative Sharpe Ratio nicht vermeiden. Wäre der risikolose Zins weiter 2,0 Prozent, der Fonds weist aber eine Negativrendite von -4,0 Prozent bei einer Volatilität von 10,0 Prozent auf, liegt die Sharpe Ratio bei -0,6. Negative Werte bei der Sharpe Ratio sind jedoch weniger aussagekräftig, da dann eine erhöhte Volatilität des Fonds zu besseren Ergebnissen (=weniger negativen Werten) führt).

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Der Vergleich der Performance eines Fonds mit dem risikolosen Zins einer Anlage am Geldmarkt ist nicht immer zielführend. Zum einen wird angesichts der Rating-Herabstufungen auch großer Schuldner wie den USA oder Japan immer unklarer, was ein „risikoloser“ Zins eigentlich ist bzw. ob dieser überhaupt existiert. Zum anderen ist die Sharpe Ratio nur in Phasen positiver Renditen am Aktienmarkt wirklich aussagekräftig, in Zeiten fallender Märkte verzerren die Ergebnisse das Bild. Damit sollte eine (positive) Sharpe Ratio eines Fonds zwar stets beachtet werden, aber nur ein Auswahlkriterium unter vielen für eine Investmententscheidung im FondsBereich sein.

 

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