Bennewirtz-SJB-Fonds-Spezialist-Investoren-Wissen-Managed-Futures-Fonds: Können Futures ein Teil von Investmentfonds sein?

15. August 2011 von um 23:59 Uhr
Bennewirtz Gründungsgesellschafter und Geschäftleiter der SJB.Was ist wichtig? Was kann ich hier tun? Wie komme wieder raus? Leser der Encyclopaedia Britan­nica standen 1771 vor den gleichen Herausforderungen wie Sie jetzt. Einziger Unterschied: Das Wissen hat sich alle 15 Jahre verdoppelt. Das SJB FondsWissen bietet Ihnen Orientierung. Durch Kon­zen­tration auf das Wichtige. Durch anschauliche Texte. Schlagen Sie ein neues einzig­artiges Kapitel auf. ...

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter!SJB-Fonds-Wissen-Managed-Futures-Fonds: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die Wissensfrage heute, die im Zusamenhang mit Investmentfonds steht: Können Futures ein Teil von Investmentfonds sein? Antworten von SJB FondsSkyline, FondsSpezialist Gerd Bennewirtz aus Korschenbroich.

Früher galt bei Investitionen in Terminkontrakte buchstäblich „Schwein gehabt“. Heute sind futurebasierte alternative Investmentstrategien keine „Zukunftsmusik“, sondern Alltag am Finanzmarkt. Diese Derivate sind das Ergebnis der seit 40 Jahren laufenden Liberalisierung des Kapitalmarkts. Erstmals brachte die Chicago Mercantile Exchange (CME) Futures 1972 auf den Markt. Ohne das Ende der Golddeckung des US-Dollars 1971 war das nicht denkbar. Wenn FondsManager heute im FondsPortfolio diese Derivate platzieren, zeugt das von einem professionellen Umgang mit den rechtlichen und finanztechnischen Chancen und Risiken der Märkte. Ob zur Diversifikation und Absicherung oder als prognosefreie systematische Trendfolgestrategie mit eigenem Rendite-Risiko-Profil. Future-Strategien sind heute integrierter Bestandteil UCITS-III-konformer Investmentfonds.

Futures sind standardisierte börsenhandelbare Terminkontrakte. Zwei Vertragspartner vereinbaren die Lieferung eines Basiswertes in der Zukunft zu einem heute festgelegten Preis. Der kann höher oder niedriger als der aktuelle Tageskurs sein. Ihren Ursprung haben „Futures“ im Warentermingeschäft. Bei diesen „Forward-Kontrakten“ geht es tatsächlich um den zukünftigen Kauf und Verkauf von Rohstoffen, also Rohöl, Erdgas, Industrie- und Edelmetalle oder Agrargüter. Verkäufer und Käufer unterliegen den gleichen Pflichten, denen sich die Partner nur dadurch entziehen können, dass sie den Kontrakt weiterverkaufen (Glattstellen). Der weltweit anerkannte Börsenplatz für diese Geschäfte ist die Chicago Mercantile Exchange (CME). Als US-Präsident Richard Nixon am 15. August das Ende der Golddeckung des US-Dollars ankündigte, bedeutete das einen entscheidenden Schritt der Liberalisierung der Finanzmärkte, in der Form wie wir sie heute kennen. Zu den unmittelbaren Folgen zählten das Ende des 1944 ins Leben gerufenen Systems von Bretton Woods und seiner weltweit festen Wechselkurse zum US-Dollar, ein Anstieg des Gold- und Rohölpreises sowie ein sehr starker Preisauftrieb in den USA und Europa. In dieses „liberale“ Klima fiel auch die Entscheidung der CME von 1972, das Prinzip der Warentermingeschäfte auf andere Anlageklassen wie Aktien, Renten oder Währungen zu übertragen. Die Geburtsstunde der Futures.

Die Basiswerte für diese derivaten Finanzinstrumente sind in den meisten Fällen geeignete Indizes der unterschiedlichen Assetklassen. Abgewickelt wurden die Transaktionen für diese standardisierten Terminkontrakte über die CME-Tochterbörse International Monetary Exchange. Natürlich gehören auch Rohstoffe und ihre Indizes weiterhin zu den möglichen Basiswerten. Darüber hinaus ist die Traditionslinie der Futures daran erkennbar, dass FondsManager, bzw. ihre Kapitalanlagegesellschaften (KAG) in diesem Segment die Lizenz als Commodity Trading Advisors (CTA) haben müssen.

Futures können in mehrfacher Form Teil eines UCITS-III konformen Investmentfonds sein. In jedem Fall basieren die FondsStrategien rein auf Transaktionen der Derivate. Kein FondsInvestor muss damit rechnen, dass ein FondsManager effektiv auf 10.000 Schweinehälften sitzenbleibt. So lässt die europäische und deutsche Investmentfondsgesetzgebung Derivate als richtlinienkonforme Wertpapiere für ein FondsPortfolio zu. Voraussetzung ist, dass sich das Marktrisikopotential des Fonds nicht mehr als verdoppelt (§51 Investmentgesetz (InvG)). Diese Finanzinstrumente sollen in erster Linie zur Absicherung des FondsKapitals dienen. Das erreichen sie aufgrund des sogenannten „Lintner-Effekts“.

Der Harvard-Ökonom stellte in Zusammenarbeit mit Harry M. Markowitz 1983 fest: Futures haben als Derivate aufgrund ihrer geringen Korrelation zu ihren Basiswerten eine risikodiversifizierende Wirkung im Wertpapierportfolio. Deshalb verbessern sie nachhaltig das Risiko-Rendite-Profil des Gesamtdepots. Diesen Effekt machen sich auch FondsManager im Interesse ihrer Investoren zunutze. Manche gehen auch einen Schritt weiter, indem sie die komplette alternative FondsStrategie auf Futures aufbauen. Hier werden wiederum zwei Teilstrategien unterschieden: Auf den Computer kommt es bei den sogenannten systematischen „Trendfolge-Strategien“ an. Mittels programmierter Handelssysteme transferieren diese Modelle Preisrisiken zwischen Assetklassen. Zum Beispiel will der FondsManager Erträge für das FondsPortfolio generieren, indem er gleichzeitig einen Future auf einen steigenden Ölpreis (Long-Position) und einen fallenden US-Dollar (Short-Position) hält. Gleichzeitig wird über diese Systematik das Risikomanagement für den Fonds gesteuert, indem zum Beispiel der ertragsorientierten Kurserwartung gegenläufige Futures erworben werden. So wird die Renditeprognose abgesichert und ggf. frühzeitig an einer Trendumkehr partizipiert. Prinzipiell sind diese Trendfolgemodelle im kurz-, mittel- und langfristigen Bereich anwendbar. Der finanztechnisch übliche Zeithorizont ist eher kurzfristig. Anders sieht es bei der zweiten Substrategie, der sogenannten „Discretionary-Strategie“ aus. Hier trifft der FondsManager aktiv und individuell Kauf- und Verkaufentscheidungen über Transaktionen bestimmter Futures. Die Grundlage für diese Strategie ist neben der Expertise und Erfahrung des FondsManagers vor allem die fundamentale Analyse von Märkten. Sie ist die maßgebliche Renditequelle. Allein aufgrund der individuellen Auswertung der Fundamentaldaten hat diese Strategie in der Regel eine mittel- bis langfristigen Charakter

Fazit: Jede Strategie ist nur so gut, wie das Ziel, das sie erreichen will. Und als privater Investor mit Futures den „Lintner-Effekt“ für das eigene FondsDepot zu nutzen, ist ein gutes Ziel. Unabhängige Vermögensberater, die das Rendite-Risiko-Profil ihrer Privatinvestoren im Blick haben, weisen aktiv auf die Möglichkeiten von alternativen Investmentstrategien hin. Der wissenschaftliche Nachweis über die positive Wirkung der Futures für ein Wertpapierportfolio hat elf Jahre gedauert. Der Einzug dieser Derivate in richtlinienkonforme Sondervermögen 30 Jahre. Die Entscheidung über die Aufnahme ins Depot sollte gerade bei Börsen mit hoher Volatilität zügiger gehen.

 

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