Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage-Lybien: Welche Auswirkungen hat die Revolution auf den Ölpreis?

24. August 2011 von um 20:31 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...
Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Libyen-Ölpreis: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Welche Auswirkungen hat die Revolution in Libyen auf den Ölpreis? Nach sechs Monaten Bürgerkrieg läuten die Kämpfe um Tripolis die letzte Phase des Aufstandes in Libyen ein. Die Tage von Gaddafi sind gezählt. Als Reaktion ist der Ölpreis zum Wochenauftakt gefallen. Erwartet wird eine Wiederbelebung der Ölexporte des nordafrikanischen Landes, die in Folge der Kämpfe fast vollständig versiegt waren. Doch wie rasch kann die Produktion wieder hochgefahren werden? Und was bedeutet die Entscheidung im libyschen Freiheitskampf aus Sicht von FondsManagern und Anlegern – für die Region, für den Ölpreis und für antizyklische SJB-Märkte wie Russland und die Türkei? Antworten liefert SJB FondsSkyline VermögensVerwalter Bennewirtz aus Korschenbroich.

Vor Ausbruch des libyschen Bürgerkriegs exportierte der drittgrößte Ölproduzent des Schwarzen Kontinents pro Tag 1,6 Millionen Barrel Rohöl. Hauptabnehmer mit rund 85 Prozent war Europa, vor allem Italien (rund 32 Prozent), Deutschland (rund 14 Prozent) und Frankreich (mit rund 10 Prozent genauso viel wie China). Ende Februar war Schluss: Blutige Kämpfe zwischen Rebellen und den Truppen von Machthaber Gaddafi brachten die Ausfuhren zum Erliegen. Der Preis für einen Terminkontrakt der Nordsee-Ölsorte Brent Crude kletterte bis April auf ein Jahreshoch von 126,65 US-Dollar pro Barrel. Nachdem die Rebellen am Wochenende in die Hauptstadt Tripolis einmarschierten, gab der Preis am Montag in der Spitze um rund 3 Prozent auf rund 105 US-Dollar pro Barrel nach. Hintergrund: Erdölkonzerne, Industrie, Investoren und FondsManager erwarten eine baldige Wiederaufnahme der libyschen Ölproduktion, dadurch ein größeres Angebot und folglich nachlassende Preise. Zu Recht?

Wie schnell Libyen die Erdölproduktion wieder hochfahren wird, ist unter Experten umstritten. Der Nachrichtensender n-tv beruft sich auf Fachleute, die mit einer Übergangszeit von etwa einem Jahr rechnen, bis der Ausstoß wieder die Marke von 1 Million Barrel täglich erreichen werde. Zwei Jahre könne nach deren Einschätzung die Wiederherstellung des alten Status Quo in Anspruch nehmen. Das britische Beratungsunternehmen Wood Mackenzie geht von drei Jahren aus, die Internationale Energieagentur (IEA) sogar von vier. Als Grund werden die durch Kämpfe und Anschläge entstandenen Schäden an Förderanlagen genannt sowie Pipelines, die mit geronnenem Öl verstopft und daher funktionsuntüchtig seien. Konkrete Zeitpläne wollte keiner der vor Ort engagierten Ölmultis Stellung nehmen, weder BP, Eni, Royal Dutch Shell, Total, ConocoPhillips oder die BASF-Tochter Wintershall. Doch alle stehen in den Startlöchern. Auch dem Nationalen Übergangsrat ist an einer raschen Wiederaufnahme der Produktion gelegen. Schließlich stammten laut Internationalem Währungsfonds (IWF) 2010 rund 95 Prozent der gesamten libyschen Exporterlöse aus der Ausfuhr von Öl und Gas. Für FondsAnleger sind die neusten Entwicklungen in dem nordafrikanischen Land in zweifacher Hinsicht positiv.

1. Wann die Ölförderung beim drittgrößten afrikanischen Produzenten wieder auf Touren kommt, bleibt unklar. Davon profitieren andere Ölproduzenten, vor allem Russland. Der Aktienindex MSCI Russia besteht zu mehr als der Hälfte aus Energietiteln. Bei Länderfonds wie der SJB FondsEmpfehlung DWS Russia (ISIN: LU0146864797, WKN: 939855) machen beispielsweise die Energiekonzerne Lukoil, Gazprom und Rosneft zusammen 24,1 Prozent des FondsPortfolios aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim HSBC Russia Equity (ISIN LU0329931090, WKN A0M9CK). „Russische Aktien wiesen im Juli mit +3,1 Prozent zum Vormonat im RTS Index eine stetige Performance dank steigender Ölpreise auf“, schreibt DWS-FondsManager Odeniyaz Dzhaparov im aktuellen Monatsbericht. Da die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika mit den Revolutionen in Tunesien, Ägypten und Libyen noch nicht vorbei sind, bleibt die Versorgungslage in der wichtigsten Ölregion der Welt ungewiss, während die Nachfrage, vor allem aus den Schwellenländern, auf lange Sicht steigen dürfte.

2. Das Ende des libyschen Bürgerkriegs dürfte die Rahmenbedingungen in der Anlageregion EMEA (Europe, Middle East, Africa) weiter verbessern, denn in einem weiteren Staat besteht jetzt die Chance auf mehr Rechtsstaatlichkeit und die Stärkung einer konsumfreudigen Zivilgesellschaft – Voraussetzungen für mehr Auslandsinvestitionen und FondsEngagements. In Libyen sieht etwa die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) künftig große Chancen für deutsche Unternehmen, nicht nur im Energiebereich, sondern auch beim Wiederaufbau und Ausbau der Infrastruktur. Das sollte nach Einschätzung von Experten unter anderem auch die türkische Wirtschaft beflügeln – als Mittler zwischen Europa und Asien, Wasser und Wüste, Nato und Nicht-Nato. Den Sektor Energie bewertet zum Beispiel der von der SJB FondsSkyline im MarktFokus empfohlene BNPP L1 Equity Turkey (ISIN LU0212963259, WKN A0D87L) im Vergleich zur Benchmark deutlich stärker. Ähnlich wie der Magna Turkey (ISIN IE00B04R3968, WKN A0DN7J) fokussiert der BNPP jedoch vor allem auf den türkischen Banken- und Finanzsektor, der von dem Konvergenzprozess zwischen der Türkei und der Europäischen Union ebenso profitieren sollte wie von der zunehmenden Stabilität der östlichen und südlichen Nachbarn.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz. Die 42-jährige Herrschaft von Muammar al-Gaddafi in Libyen steht vor dem Aus. Wie rasch gelingt dem Nationalen Übergangsrat der Aufbau einer neuen politischen Ordnung? Wann kann der drittgrößte Öllieferant Afrikas die Pipelines wieder in Betrieb nehmen? Diese Frage interessiert nicht nur die Libyer selbst, deren Wirtschaftskraft auf dem Öl- und Gasexport basiert, sondern auch Ölproduzenten wie Russland, aufstrebende Mächte der EMEA-Region wie die Türkei und, last not least, FondsManager und Investoren. Aus Sicht der SJB FondsSkyline können Anleger vom erfolgreichen libyschen Freiheitskampf durch eine gezielte FondsAuswahl in vielfacher Hinsicht profitieren, individuell abgestimmt auf das persönliche Risiko-Rendite-Profil. Sie möchten mehr erfahren? Fragen Sie uns!

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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Eine Antwort zu "Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage-Lybien: Welche Auswirkungen hat die Revolution auf den Ölpreis?"

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