Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Soll ich wegen hoher Staatsschulden meine Fonds verkaufen?

15. August 2011 von um 23:43 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Staatsschulden: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmenfonds steht: Soll ich wegen hoher Staatsschulden meine Fonds verkaufen? SJB FondsSkyline VermögensVerwalter Bennewirtz aus Korschenbroich gibt klare Kante. Die Themen Staatsbankrott und Währungsschnitt sind historische Dauerbrenner. Regierungen und Investoren in Europa und der Welt müssen immer wieder neues Vertrauen zueinander aufbauen, auch in der jüngeren Vergangenheit. Dieses Vertrauen kann die Konjunktur positiv beeinflussen. Mistrauen dagegen schürt die Gefahr einer nachhaltigen Rezession.

Oft reagieren Marktteilnehmer übertrieben und hysterisch, wenn sich negative Nachrichten potenzieren. Es wird nicht mehr rational zwischen Ursache und Wirkung differenziert. Die Flucht aus den Aktienmärkten ist zum jetzigen Zeitpunkt das falsche Signal. Das wissen auch FondsManager. Im FondsDepot würde dieser Schritt bedeuten, ohne Not Verluste zu realisieren und Gewinne zu vernachlässigen. Ein kompetenter VermögensVerwalter würde Ihnen zu dieser Maßnahme nicht raten. Bedauerlich, dass die Staaten der Eurozone ein wichtiges vertrauenstiftendes währungs- und konjunkturpolitisches Instrument seit Einführung des Euro als Bargeld 2002 aus der Hand gegeben haben. In der Vergangenheit gab es die Währungsabwertung. Diese Möglichkeit besteht für Deutschland, Frankreich, Italien und die anderen 14 Eurostaaten nicht mehr. Mit schwerwiegenden Folgen.

Staatsschulden sind eine Belastung für das Wirtschaftswachstum. Das ist keine neue Erfahrung. Seit 1975 mussten Staaten in mehr als 20 Fällen Haushaltsdefizite und Schulden abbauen, um ihre öffentlichen Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Mehrheitlich geschah das nicht nur durch reines Sparen, wie es Griechenland derzeit versucht – ein Versuch, der wohl im „Niemandsland“ enden wird. Zusätzlich haben die betroffenen Staaten Wirtschaftswachstum gefördert und die Währung abgewertet. Zum Beispiel haben Irland 1981 und Spanien 1982 ihre Währungen zum damaligen Zeitpunkt mehr als 50,0 Prozent abgewertet. In Mexiko bzw. Brasilien waren es in denselben Jahren sogar 100,0 Prozent. Das war praktisch ein Währungsschnitt. Den Staaten der Eurozone ist diese letzte Option abhanden gekommen. Entscheidend, um aus solchen „verschuldeten“ Abwärtsbewegungen raus zu kommen, ist neues Wirtschaftswachstum. In der Vergangenheit gingen öffentliche Sparprogramme mit Zuwächsen des BIP zwischen 1,0 und 4,0 Prozent einher. Und in der jetzigen Situation? Es gibt Indizien, dass die globale Konjunktur ins Stocken gerät. So ist der Globale Wachstumsindikator von J.P. Morgan – eine Zusammensetzung von zehn Frühindikatoren – seit Jahresbeginn von rund 60,0 auf 30,0 Prozent gefallen. Auch das Globale Gewinn-Momentum stagniert bei rund 1. Immerhin fällt die Differenz aus positiven und negativen Gewinnprognosen mehrheitlich positiv aus. Für Investoren ist das ein fundamental optimistisches Signal. Solide aufgestellte Unternehmen mit guten Produkten und nachhaltigen Geschäftsmodellen verlieren nicht im Zuge einer Woche 20 bis 30 Prozent an realem Wert in Form von Marktanteilen oder Umsatzerlösen. Die Abschläge im Börsenkurs haben weder einen aktuellen realwirtschaftlichen Anlass, noch nehmen sie erwartbare Gewinneinbrüche der Unternehmen vorweg. Mit diesem Wissen sind auch aktive FondsManager ausgestattet.

Fazit: Große Ausverkäufe von Aktienbeständen wird es aus den FondsPortfolios nicht geben, das wäre finanztechnisch unklug. Erfahrene FondsProfis wissen, dass sie in Krisen handlungsfähig bleiben müssen. Weder fluchtartige Verkäufe, noch Wegducken helfen. Deshalb machen FondsManager in diesen Marktsituationen das, was auch private Investoren ins Auge fassen sollten: Erstens Risiken über Liquidität und Diversifikation steuern. Zweitens Unabhängigkeit vom Aktien- und Anleihenmarkt schaffen. Das bedeutet, Investoren sollten über antizyklische Zukäufe nachdenken und ihr Depot breiter aufstellen, um mehr Unabhängigkeit von den Börsenturbulenzen zu bekommen. Dafür stehen alternative Investmentstrategien zur Verfügung, die es auch als UCITS-III konforme Investmentfonds gibt.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von VermögensVerwalter Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline ? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) MarktFrage oder MarktFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, Sparer und Investor neben der Frage – Soll ich wegen hoher Staatsschulden meine Fonds verkaufen? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB-Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusiven Depotzugang unter http://www.sjb.de. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

 

Kategorien: Markt. Facettenreich.
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