Bennewirtz-Anleger-Markt-Frage: Schweizer Franken wertet ab – Segen oder Fluch für das Depot?

07. September 2011 von um 21:24 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Franken-Abwertung: Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die MarktFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Schweizer Franken wertet ab – Segen oder Fluch für das Depot? Am Dienstag kam es zu einer spektakulären Kursentwicklung bei der Notierung des Euro zum Schweizer Franken. Innerhalb weniger Minuten sprang das Währungspaar EUR/CHF von Kursen um die 1,12er-Marke noch über 1,20 nach oben. Ein Plus von mehr als 9 Prozent in kürzester Zeit. Analysten bemerkten, eine solche Entwicklung am Währungsmarkt hätten sie noch nie gesehen. Was war passiert? SJB FondsSkyline FondsVerwalter Bennewirtz sagt Ihnen, was die Schweizer Nationalbank im Schilde führt und was die Folgen für FondsAnleger sind.

Die Schweizerische Notenbank (SNB) gab am Dienstagvormittag eine Mitteilung heraus, die an den Märkten wie eine Bombe einschlug. Man werde keinen tieferen Kurs als 1,2000 im Verhältnis des Euro zum Franken mehr akzeptieren, so die Zentralbank. Zugleich bekräftigte sie, diese Kursmarke mit aller Konsequenz und allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen zu wollen.

Die Ankündigung wurde von den Märkten ernst genommen, zumal die SNB über ausreichende Mittel in Form von Devisenreserven verfügt, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Schnell pendelte sich der Kurs von EUR/CHF oberhalb der 1,20er-Marke ein und rutschte seitdem nicht mehr darunter. Hintergrund der radikalen Maßnahme der Schweizer Notenbank ist die drastische Aufwertung des Franken in den vergangenen Monaten. Vor allem die Export-Wirtschaft des Alpen-Landes wurde von dem hohen Frankenkurs massiv belastet. Die großen Unternehmen des Landes klagten über Umsatzeinbrüche, da sich die heimischen Güter für den Außenhandel stark verteuerten. Weiter gab es Berichte über umfangreiche Einkäufe von Schweizern in grenznahen Gebieten des Auslands, wo sie den starken Franken als Kaufgelegenheit nutzen.

Und was sind die Folgen für Fonds? Da der Schweizer Franken als „Fluchtwährung“ und sicherer Hafen für Krisenzeiten zuletzt massive Kapitalzuflüsse verzeichnete, legten auch die in Franken notierten Fonds deutlich zu. Vor allem Schweizer Geldmarktfonds konnten sich vor Mittelzuflüssen kaum retten. Alle Anleger, die zwischen Kursen von 1,00 und 1,20 bei EUR/CHF in diese Produkte eingestiegen sind, sitzen nun von einem Tag auf den anderen auf heftigen Kursverlusten in Euro gerechnet. Dass die Kursniveaus des Franken, zu denen sie gekauft haben, jemals wieder erreicht werden, ist mehr als fraglich. Denn dazu müsste die Schweizer Notenbank den Kampf gegen die Spekulanten, die den Kurs von EUR/CHF wieder unter die festgelegte Untergrenze drücken wollen, verlieren. Danach sieht es angesichts ihrer Kapitalmacht und Devisenreserven aber nicht aus.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Alles spricht dafür, dass die massive Aufwertungsphase des Schweizer Franken nunmehr vorbei ist. FondsInvestoren müssen die Konsequenzen ziehen und von der scheinbar so sicheren Anlage in Franken, die mit der Erwartung weiterer Währungsgewinne getätigt wurde, Abstand nehmen. Fonds wie der UBS Fixed Income CHF (WKN 972951, ISIN LU0042743699) sind damit zukünftig weit weniger attraktiv. Schweizer Aktienfonds wie der Fidelity Switzerland (WKN 974066, ISIN LU0054754816) sind hingegen eine Überlegung wert, da Schweizer Unternehmen aufgrund der wegfallenden Belastung von Währungsseite wieder eine bessere Ertragsentwicklung verzeichnen dürften.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Markt. Facettenreich.
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